Ich stehe mit Marseille auf dem Kriegsfuß! Hotel Pullman Marseille Aeroport!

19. Oktober 2015 by Jens

Ihr könnt euch noch an meinen Beitrag aus dem Mai erinnern? Da war ich im Intercontinental in Marseille, ein tolles Hotel, wirklich feiner Laden. Dennoch sind mir da komische Dinge widerfahren. Nun war ich wieder in Marseille, dieses Mal allerdings in einem anderen Hotel und dieses Mal hat das Hotel-Personal auch gar nicht so viel verkehrt gemacht, denn ich habe mein Netzteil dort vergessen. Im Hotelzimmer. Besser gesagt im Hotel Pullman Marseille Provence Aeroport. Aéroport Marseille Provence, 13728 Marignane, Frankreich. Eingesteckt in der Steckdose. Ich Idiot!

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Aufgefallen ist mir das erst, als mein geschätzter Kollege Jan Gleitsmann mir im Flieger sagte, dass er sein Netzteil wohl „mal wieder“ vergessen hätte. Ich also schnell in den Rucksack geschaut und – tatsächlich – ich Depp – ich auch. Nun, kann passieren. Darf nicht passieren, aber wir haben oft so viele Dinge im Kopf, sind gedanklich schon zwei Schritte weiter und müssen ganz nebenbei uns ja auch noch viele Sachen merken.

Im Flieger schon unseren Ansprechpartner darüber informiert, der sich dann darum auch gekümmert hat. Sprich nach der Landung hat er das Orga-Team informiert, die haben im Hotel angerufen und heute noch mal nachgehakt. Die Antwort: Die Zimmermädchen haben die Netzteile nicht gefunden.

Tja, wäre das nun ein Test gewesen, dann hätten wir in zwei Zimmer ein Netzteil liegen gelassen was nun weg wäre und wir wüssten, dass die Zimmermädchen entweder besonders gut aufräumen oder nicht wissen welches Netzteil zum Inventar gehört. Bei mir im Zimmer hatte ich übrigens zunächst auch keine Fernbedienung, die kam erst nach einem Telefonat mit der Rezeption, aber darum geht es nun auch gar nicht.

Zwei unabhängig arbeitende Journalisten vergessen in den jeweiligen Zimmern ihre Netzteile und beide sind weg. Ich will ja keinem etwas böses, aber mit so einem Netzteil kann man sich in den einschlägig bekannten Online-Auktionshäusern durchaus sein Trinkgeld aufbessern kann, aber das unterstelle ich natürlich keinem. Ich gehe davon aus, dass die Netzteile entweder immer noch in den Steckdosen stecken oder aber entsorgt worden sind, so wie damals im Mai meine Unterwäsche.

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Ich hab es wohl nicht so mit Marseille, schade eigentlich, schöne Gegend und ich bin im November schon wieder da. Da hab ich schon Angst gerade.  Ich kaufe mir dann mal ein neues Apple MD506Z/A 85W MagSafe 2 Power Adapter (Netzteil für MacBook Pro mit Retina Display) – (Affiliate Link zu Amazon) – und hoffe das ich das nicht auch wieder verliere, vergesse – am besten ich behalte es auch immer im Rucksack.

Wer übrigens ein Hotel in der Nähe vom Flughafen in Marseille sucht, der findet direkt in der Nähe vom Aéroport Marseille Provence ein Hotel ibis Marseille Aéroport, das ist genauso wie das Pullman oder das Best Western Hotel Marseille Aeroport fußläufig zu erreichen. Wie die anderen Hotels sind? Das weiß ich nicht, aber das ich nicht zurück in das Pullmann will, das weiß ich nun.

Wie? Ich kann das Pullmann nicht empfehlen? Nur weil ich zu blöd bin und mein Ladekabel dort vergessen habe? Was ist denn das für ein scheiss Beitrag? Das könnte man denken, aber einer unserer Kollegen hatte Fingernägel im Bett, bei mir war es nur ein Haar, die Sauberkeit war scheinbar nicht gerade ein wichtiges Thema und das Essen im Hotel hat mir auch nicht gemundet. Als Bier gibt es nur Heineken oder Edelweiss und ein anderer Kollege musste sein Zimmer sogar wandeln, denn da stand noch der Lufterfrischer im Raum. Alles im allen – nicht gerade ein Traum.

Da ich ja weiß, dass die Franzosen sich weigern Deutsch oder Englisch zu lesen, hier noch mal eine automatische Übersetzung, damit die Kritik auch richtig ankommt: 

Deutsch: Ich habe im Zimmer mein Netzteil vergessen (Hotel Pullman Marseille Provence Aeroport). Ein weiterer Kollege auch. Das Hotel sagt nun, dass die Zimmermädchen nichts gefunden hätten. Weder in meinem Raum. Noch in dem anderen Raum. Ich kann es mir nicht erklären. Könnt ihr es?

Englisch: I forgot my MacBook AC adapter in the room (Hotel Pullman Marseille Provence Aeroport). Another colleague also. The hotel says that the maid had found nothing. Neither in my room. Even in the other room. I can not explain it to me. Can you?

Frensh: Je l’ai oublié mon adaptateur MacBook AC dans la salle (Hotel Pullman Marseille Provence Aeroport). Un autre collègue également. L’hôtel dit que la femme de chambre avait rien trouvé. Ni dans ma chambre. Même dans l’autre pièce. Je ne peux pas me l’expliquer. Peux tu?

Apple iPhone 6 Plus – Bilder unscharf? Kamera defekt!

23. August 2015 by Jens

Wow! Apple gibt einen „Fehler im System zu“ und startet für einige iPhone 6 Plus Modelle einen Rückruf. Warum muss ich darüber eigentlich in den Tech-Blogs lesen, warum informiert man mich als Apple User nicht anders. Warum muss ich überprüfen ob ich betroffen bin? Natürlich bin ich betroffen. Early-Adaptor-Pech. Naja, hier könnt ihr es auch überprüfen:

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iPhone 6 Plus Nutzer, die das iPhone Ende 2014, Anfang 2015 gekauft haben, können die Seriennummer des iPhone auf dieser Apple Supportseite eingeben und bekommen dann direkt die Antwort, ob die Kamera ausgetauscht wird. Der Austausch der Kamera erfolgt dann entweder im Apple Store, bei einem Apple Partner oder über den technischen Support. Wer nun allerdings z.B. ein defektes Display hat, der wird zur Kasse gebeten. Ohne die Instandsetzung der anderen Beschädigung wird die Kamera nicht ausgetauscht. Dann sollte ich mein iPhone heute mal besser nicht mehr herunter werfen, oder?

via Caschys Blog

#NetzfragtMerkel – Da kann man schon mal klatschen! Das Video!

13. Juli 2015 by Jens

Angela Merkel im Interview mit Youtuber LeFloid? Ich finde, dass hat er richtig gut gemacht:

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Thermomix Blog? Thermomix Blog!

23. Juni 2015 by Jens

jens-daumen-hochEtwas Werbung in eigener Sache. Die Nachbarn halten uns vermutlich für Krösus, dabei stellt Peter Zwegat vermutlich hier übernächste Woche seine Flipchart auf. Der Grund: Wir haben einen Thermomix! Doch ich will euch hier damit nicht weiter langweilen, schaut einfach auf dem Thermomix Blog nach, den ich vor 3 Tagen gelauncht habe.

Keine Angst, ich wechsle nicht so schnell vom FC Geile Autos zur IG Geile Küchenmaschinen, aber ich habe gerade viel Spaß am Entdecken und ausprobieren, warum sollte ich das nicht niederschreiben was mir gefällt und was nicht.

Also, wenn ihr euch für den Thermomix interessiert, wisst ihr ja nun wohin ihr klicken müsst.

 

Worauf Automobil-Blogger achten sollten bei Werbeanzeigen

21. Juni 2015 by Jens

Achtung: Das hier ist keine Rechtsberatung, sondern basiert nur auf aktuelle gültige Empfehlungen der großen Hersteller bzw. der Gesetzessprechung.

Grundlegende Informationen:
Jens_normalHersteller und Händler, die neue Personenkraftwagen ausstellen, zum Kauf oder Leasing anbieten oder für diese werben, haben dabei Angaben über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und gegebenenfalls den Stromverbrauch zu machen (Pkw-EnVKV § 1). Neue Personenkraftwagen sind laut Pkw-EnVKV (was ist das?) solche, die noch nicht zu einem anderen Zweck als dem des Weiterverkaufs oder der Auslieferung verkauft wurden – dazu zählen auch Vorführwagen bis 1.000 km und Tageszulassungen.

Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen müssen in allen Werbematerialien gemacht werden: in Werbeschriften, elektronisch verbreitetem Werbematerial, Werbung durch elektronische, magnetische oder optische Speichermedien.

Wichtig:
Bezieht sich das Werbematerial auf ein neues Fahrzeugmodell oder auf eine bestimmte Variante davon, müssen angegeben werden: Der offizielle Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus und die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren (z. B. Umweltbedingungen) beeinflusst.

Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifen usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen die Verbrauchs- und Fahrleistungswerte beeinflussen. Die Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen gelten bei Angaben von Spannbreiten in Abhängigkeit vom gewählten Reifenformat und optionalen Sonderausstattungen.

Jens_kopf_kratzenHinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung:
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Helmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Ebenfalls anzugeben sind die Effizienzklassen:
Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben (ein Hinweis auf die neue Effizienzklasse und die grafische Darstellung des Labels sind nicht erforderlich).

Beispiel:
VW Golf GTI: Kraftstoffverbrauch, l/100 km: kombiniert 6,4 – 6,0; CO2-Emission kombiniert, g/km 147-139; Effizienzsklassen D,C

Wichtig:
Die Angaben müssen bei der Beschreibung des Fahrzeugmodells gemacht werden und auch bei flüchtigem Lesen leicht verständlich sein.

Kurz:
jens_thumbs_upDie Angaben zu den Verbräuchen, zur CO2-Emission und zur Effizienzklasse müssen immer dann gemacht werden, wenn ein Neufahrzeug vorgestellt wird und eine konkrete Motorisierung erkennbar ist (gilt auch für Fotos mit Motorangaben) oder Angaben zum Beispiel zur Motorleistung, zu Hubraum oder Beschleunigung gemacht werden oder das Modell nur mit einer Motorisierung erhältlich ist (Bsp. Golf GTI/GTD.

Als „Neufahrzeug“ im Sinne der Verordnung gelten auch Tageszulassungen und Vorführwagen (bis 1000 km). Die Pflichtangaben der Pkw-EnVKV sind immer direkt in einem Posting mit anzugeben. Verlinkungen sind nicht zulässig, es darf auch nicht abgekürzt werden.

Bei Neuwagen ist, neben den Verbrauchsangaben gemäß Beispiel, der folgende juristische Pflichttext zu veröffentlichen:

Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Treuhand GmbH, Helmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Doch nicht nur das Umwelt-Thema ist von Bedeutung, sondern es gibt noch weitere Fallstricke bei der Bewerbung von Fahrzeugen:

Abbildung zeigt Sonderausstattungen:
Der Zusatz „Abbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis“ oder „Abbildung abweichend vom Angebot, zeigt Modell XYZ.“ ist zwingend notwendig, wenn Fahrzeuge abgebildet werden, die vom Angebot abweichen.
Bezeichnung „neu“ – bis 6 Monate nach Markteinführung gilt ein Modell als „neu“ und wird auch als solches kommuniziert. Danach ist das Fahrzeug nicht mehr „neu“ – wenn ihr versteht was ich meine…
ESP/ESC – darf in werblichen Texten NICHT mehr abgekürzt werden. Korrekte Schreibweise: Elektronisches Stabilisierungsprogramm.

Ausstattungen, die optional erhältlich sind, müssen entsprechend gekennzeichnet werden.

Wenn bei einer Preisangabe keine spezifische Motorisierung genannt werden soll, ist das so nicht zulässig. Der Preis muss aufgeschlüsselt bzw. mit einem konkreten Modell in Verbindung gebracht werden. Daher muss die Motorisierung inkl. Verbrauchsangaben mindestens in der Fußzeile genannt werden, wobei die Verbrauchsangaben nicht kleiner als der Haupttext sein dürfen und die Fußzeile dann Copytext-Größe aufweisen muss.

jens-muedeAchtung: In werblichen Beiträgen muss die Leistung auch in kW angegeben werden! Das steht in der Richtlinie 80/181/EWG, die am 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist.

Wie gesagt, alles keine Rechtsberatung, aber wer sich daran hält in Anzeigen / Advertorials / Sponsored Postings hat es sicherlich etwas einfacher bei zukünftigen Rechtsstreitigkeiten.

Monobrand oder Multibrand? Eine Marke oder mehrere Marken im Blog?

21. Juni 2015 by Jens

Man vermutet ja, dass wir Autoblogger immer in die schönsten Destinationen reisen um die tollsten Fahrzeuge zu fahren. Jep, das stimmt. Doch die ursprüngliche Arbeit kommt vorher bzw. später, denn die Eindrücke muss man ja auch noch verarbeiten und ins Blog bringen.

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Ich blogge unter rad-ab.com, schreibe aber für noch viele weitere Publikationen wie z.B. den R+V24 Drive-Blog, Mobilegeeks, das Blog vom Autohaus Wolfsburg oder aber auch das von mir sehr geliebte Kennzeichen-Blog in Kooperation mit Gutschild. Ich lebe also vom Erstellen bzw. vom Einstellen von Content und das inzwischen auf selbständiger Basis seit 5 Jahren, das oft zum Leidwesen meiner Verlobten, meiner zwei Kinder und dem Hund, denn die kommen aktuell etwas zu kurz.

Kommen wir zum Thema: Monobrand vs. Multibrand – Chancen und Risiken

Also, los geht´s! Wer einen Blog zum Erfolg führen will, darf nichts dem Zufall überlassen. Er muss sicherstellen, dass dessen Persönlichkeit kompetent kommuniziert wird, dass der Blog ganzheitlich erlebbar ist, die Beiträge rechtzeitig in der gewünschten Quantität und Qualität bereitstehen und meiner Meinung nach müssen die Inhalte auch eine gewisse Exklusivität garantieren. Dann wird ein Blog auch früher oder später zum Erfolg, vor allem wenn noch viel eigene Meinung, etwas Zynismus, eine Prise Humour und etwas SEO – sprich Suchmaschinenoptimierung mit in das Rezept einfließt.

Der Blogger muss, mit anderen Worten, die Social-Media-Klaviatur von A bis Z beherrschen und sich im Bereich Automobil, sehr schnell die Frage stellen: Über was will ich überhaupt bloggen?

jens-daumen-hochIch vertrete ja die These, dass man nur über Dinge urteilen soll, von denen man auch Ahnung hat. Umgeschriebene Pressemitteilungen gibt es da draußen schon genug. Bin ich z.B. ein Fan von einer Marke, dann kann ich sicherlich über diese Marke emotionaler schreiben, ich kann sicherlich auch tiefer in die Materie eintauchen und auch komplexere Themen beleuchten.

Nachteile: Man schränkt die eigene Zielgruppe stark ein und meiner Meinung macht man sich auch schneller abhängig, denn wenn man den Hersteller zur Erstellung von Content benötigt, z.B. durch Einladungen zu Fahrveranstaltungen, Testwagenstellungen etc. und der Hersteller möchte nicht mit dem Blogger zusammenarbeiten, bzw. möchte nicht mehr zusammenarbeiten, dann wird es eng. Solange es läuft, baut man sich in einem Mono-Brand-Blog aber auch eine tolle Leserschaft auf, die kommen und bleiben in der Regel, da sie wissen, dass es demnächst wieder News vom geliebten Hersteller gibt. Auch das birgt Risiken, denn wer von euch schon mal in einem Auto-Forum angemeldet war, der weiß teilweise wie solche Fan-Boys ticken. Denen etwas Recht zu machen grenzt teilweise schon an einem 6er im Lotto.

Bringen wir es kurz auf den Punkt, von einem Mono-Brand-Blog, da erwarte ich, dass sich der Blogger zur Profilierung noch mehr hervorhebt, dass er eine fachmännische Beratung bietet, ggf. auch Reparatur-Tipps gibt oder Rückruf-Aktionen etc. verkündet bzw. auch kritisch kommentiert. Vergleichen wir den Mono-Brand-Blog doch einfach mit einem Marken-Geschäft einer Marke – oder direkt mit einem Autohaus. Wer dort hin geht weiß in der Regel was einen erwartet, man bekommt den Service, man bekommt eine Anlaufstelle und man bekommt sicherlich auch hier und dort mal ein nettes Gespräch bei einem Kaffee. Solange bis der Hersteller den Vertrag mit dem Autohaus kündigt und die Kunden im Regen stehen.

Ein Multi-Brand-Blog hat es schwerer, denn der Blogger muss entscheiden: Über was will ich eigentlich schreiben! Alle Automarken der Welt abzudecken ist für einen einzelnen Blogger unmöglich und spätestens wenn man im Reise-Zirkus der Presse-Fahrveranstaltungen mitspielt, muss man wahrlich fiese Entscheidungen treffen. Fahre ich nun den Porsche 911 GT3 auf dem Bilster Berg und habe vermutlich die zweitschönste Erfahrung meines Lebens oder teste ich den neuen VW Caddy in Marseille und erreiche damit vermutlich eine höhere Zielgruppe? Fahre ich den Opel Karl in Amsterdam oder den neuen TSE Motor von VW. Terminüberschneidungen sind die Regel und ihr müsst vorher abwegen: Was passt zu mir, was passt in meinen Blog. Der Vorteil liegt auf der Hand, wirft euch ein Hersteller raus bzw. landet ihr dort auf der schwarzen Liste, dann habt ihr noch genügend andere über die ihr schreiben könnt, bzw. die euch die Möglichkeit geben Content zu erstellen.

Jens_normalWährend der Mono-Brand-Blogger häufiger mal keine Themen hat, es sei denn es sind die richtig großen Hersteller die ja täglich mehre Presse-News haben, kennt ein Multi-Brand Blogger keine Langeweile. Er muss sichten und vernichten, auswählen und hoffen, denn nicht immer ist ein beliebtes Auto auch ein Traffic-Garant und manchmal entpuppt sich auch ein hässliches Entlein als ein Google-Magnet, also ein Besucher-Schwan.

Ein Multi-Brandler konkurriert sofort mit den großen Medien wie AutoBild, AMS, Autozeitung, während ein Mono-Brandler es nur mit den Fachzeitschriften aufnehmen muss. Das übrigens auch wenn es darum geht Einladungen zu bekommen, denn unterm Strich, auch wenn einige noch behaupten es wäre nicht so, geht es um die Reichweite. Da reicht auch eine kleine Reichweite, wenn man die richtige Zielgruppe erreicht und das tun natürlich Mono-Brandler.

Multi-Brandler müssen sich dafür richtig anstrengen und möglichst viele verschiedene Hersteller und Fahrzeuge abdecken und ich kann euch sagen, das kann richtig stressig werden. So stressig, dass ich persönlich – und nun kommt es worüber man eigentlich nicht gerne spricht – dem Burn Out sehr nah war, wenn ich mich nicht sogar schon mal verbrannt habe.

Der Multi-Brandler hat es nicht so einfach eine Fan-Base aufzubauen, das funktioniert wenn er sich selbst zur Marke macht. Er, der Multi-Brandler, urteilt und schreibt über diverse Fahrzeuge. Der Leser muss also gewillt sein, fernab von seinen eigenen Wünschen, weitere Berichte zu lesen, ggf. auch von Autos die ihn eigentlich gar nicht interessieren, einfach nur weil die Beiträge gut sind. Da macht es ggf. Sinn die Beiträge gleich aufzubauen, bzw. immer die gleichen Grundfakten drin zu haben, denn dann weiß der Leser: Im XY Blog, bekomme ich auch gleich die Infos zu den Mitbewerbern – falls schon getestet.

Jens_kopf_kratzenTraffic, hatte ich jetzt schon erwähnt, das wollen wir ja alle, eine große Reichweite erzielen. Hier hat es der Mono-Brandler in der Regel einfacher, denn Google wird feststellen, dass hier ein Experte am Werk ist, wer mehrfach über das gleiche Fahrzeug schreibt – was Multi-Brandler eher selten machen – der wird bei Google häufiger auffindbar sein zu dem Thema und vor allem kann man sich mit den eigenen Bordmitteln auch noch selber „unter die Arme greifen“ – sprich, der Mono-Brandler kann seine Stärken bei Google voll ausspielen und das zeigen auch ganz klar die großen Mono-Brandler in Deutschland, denn die dominieren rein von den Fakten her unbestritten die Auto-Blogosphäre. Beispiele? Bimmertoday.de oder auch MBPassion.de!

Während man einen großen Multi-Brand Blog alleine fast nicht mehr befüllen kann, so kann ein Mono-Brand Blog noch alleine machbar sein, sogar umfänglich, aber auch hier habt ihr ggf. die eigenen Hersteller ggf. als Mitbewerber um die Gunst der Fans, auch wenn die sicherlich noch mehr Marketingsprech haben.

Dennoch würde ich zu einem Multi-Brand Blog raten, a) macht ihr euch weniger abhängig, b) seid ihr interessanter für die Werbeindustrie und c) erlebt ihr einfach mehr, könnt mehrere Geschichten erstellen und teilweise auch mit den Herstellern Ideen verwirklichen.

Der neue VW Sharan und der Kali-Berg!

21. Juni 2015 by Jens

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Vor ca. 255 Millionen Jahren, da herrschte im Bereich des heutigen Niedersachen ein wärmeres Klima. Das führte zur Eindampfen eines Meeresbeckens, welches übrigens von Großbritannien bis nach Polen reichte. Neben der Ablagerung von Ton, Kalk und Anhydritgestein, kristallisierten sich auch die Salze aus (die im Meerwasser enthalten waren). Die Erkundung des Salzstockes Bokeloh begann im Jahre 1896. Das ist verdammt lang her, oder? Förderbeginn war 1905.

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Nun liegt die Produktion bei ca. 1 Millionen Tonnen Rohsalz pro Jahr, die Förderleistung beträgt 3 Millionen Tonnen pro Jahr. Der tiefste Punkt liegt bei ca. 1,4 Kilometern – unter der Erde. Dort wird gesprengt, geschnitten, Gebühr und die Frischluftzufuhr (übrigens auch Wetter genannt) gibt es über einen Schacht der auch für den Materialtransport genutzt wird, die verbrauchte Luft wird über einen anderen  Schacht abgeleitet.

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Wer mehr über den Kali-Berg wissen will, wird sicherlich auf der Webseite der kali-gmbh.com fündig. Wer mehr über den neuen VW Sharan wissen will, der sollte sich jetzt das VW Sharan Video hier ansehen bzw. bei rad-ab.com nachlesen.

Die Online-Werbe-Welt muss sich ändern!

19. Juni 2015 by Jens

Ich sitze gerade bei einer Art Bar-Camp, dort sitzen Journalisten, einige von denen bloggen, andere wollen es. Also selbstbestimmte Publizisten werden. Wir sprechen über Chancen und Risiken und auch über Gefahren. Sachen die man machen sollte, Dinge die man lassen sollte. Wie man mit einem Blog Geld verdienen kann usw. – doch dann kam etwas, dass kann ich nicht verstehen: Viele der Teilnehmer (Journalisten) nutzen einen Ad-Blocker, wollen aber auf der anderen Seite Geld mit ihrem eigenen Projekt (Online) verdienen. Findet den Fehler.

Ich schätze mal, dass 60 % meiner Leser mit einem Ad-Blocker unterwegs sind. Vermutlich weil irgend eine Seite es mal übertrieben hat mit Layer-Werbung, eventuell noch Pop-Up. Das kann ich gut verstehen, aber die Leute die einen Ad-Blocker nutzen (und ihre White-List nicht pflegen) nehmen allen anderen, die vernünftig mit den Werbemöglichkeiten umgehen, die Chance mit ihrem Projekt ein paar Cent zu verdienen.

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Jens_kopf_stossenKostenlos konsumieren und dann noch Werbeeinblendungen verweigern. Pfui! Ehrlich! Vor allem dann wenn man selbst mit dem Blog / Online-Projekt Geld verdienen möchte. Ich mache denen aber trotzdem keinen Vorwurf. Die Werbe-Welt muss sich ändern. Die Anzeigen müssen sich verändern, die Formate. Aber da haben wir Blogger ein Problem. Wir sind schon zu weit in der Zukunft, die Medienwelt verändert sich sehr langsam. Und während man weiterhin Zeitschriften „kauft“ und die Werbeseiten (die teuer bezahlt wurden) überblättert – das nennt man dann wohl Streuverlust – werden die Blogger immer weniger verdienen. Fallende Preise und Ad-Blocker, olé.

Meine Idee: Advertorial und Video-Seeding. Das steigert die Verweildauer auf dem eigenen Produkt, wird in der Regel nicht automatisch rausgefiltert und bringt den Werbetreibenden sicherlich mehr als ein blöder Banner der nicht ausgeliefert wird oder ein Pop-Up das weggeklickt wird. Andere Ideen hat z.B. auch Moritz Nolte vom autobloggernetwork für die Werbetreibenden. Aktuell habe ich da allerdings eine ganz andere Bitte. Wir würden gerne die Leser-Umfrage 2015 abhalten, wir wollen wissen, was der Leser eigentlich will. Mitbestimmung im selbstbestimmten Medium. In meinem Fall eine Art Leserbeirat für rad-ab.com, also unterstützt uns da wenigstens, wenn ihr schon keine Banner angezeigt bekommt ;).

Autoblog Leser-Umfrage 2015

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Mein Dank gilt allen, die ohne Adblocker unterwegs sind und die anderen? Die werden es auch noch einsehen, da bin ich ziemlich sicher. Wer meint, dass sein Adblocker ihn schützt, der sollte mal lesen wo der denn die Hände aufhält: Zahltag!

Dinge die auf Reisen passieren: Kein Zimmer mehr und die Anziehsachen sind weg!

25. Mai 2015 by Jens

jens-muedeIch reise ja relativ viel und bin eigentlich verwundert, dass fast immer alles klappt! Dieses mal war es etwas anders. Es ging nach Marseille. Zwei Nächte im Intercontinental. Tolles Hotel, gute Ausstattung, 5 Sterne, Hendricks-Gin an der Bar – da kann man also nichts verkehrt machen. Der erste Tag war super, die erste Nacht auch doch am zweiten Tag kam ich nicht mehr in mein Zimmer.

Wir arbeiten viel mit Elektronik, da kann es schon mal sein, dass wir unbeabsichtigt die Zimmerkarten deaktivieren, also bin ich zur Rezeption und wollte mir einen neuen Schlüssel holen. Wollte! „Sie sind ausgecheckt!“ – „Nein, bin ich nicht!“ – „Sie sind schon abgereist!“ – „Nein, ich stehe ja hier…“ – wildes Computer-Klimpern später und einige Telefonate konnte das Problem gelöst werden, doch was war mit meinen Anziehsachen. Die hatte ich aus meinen Koffer in das Zimmer gelegt und freute mich eigentlich auf ein entspannendes Bad. „Die werden wir finden und ihnen ins neue Zimmer legen!“ – mein ursprüngliches Zimmer wurde weitervermietet.

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Gut – dachte ich – ich bekam ein neues Zimmer, aber das war wohl noch nicht fertig, also erneut Warteminuten an der Rezeption und schon hatte ich das dritte Zimmer. Problem: Meine Anziehsachen! Die waren nicht da, auch nicht nach dem Abendessen! Also erneuter Anruf in der Rezeption: „Ich gehe nun (es war schon knapp nach 3 Uhr) ins Bett und hole mir mir meine Anziehsachen morgen früh um 6 Uhr an der Rezeption ab…“ – genervt ging ich ins Bett und war von dem knapp 3 Stunden später klingelnden Wecker sowieso schon genervt. Also runter und – drei mal dürft ihr raten – da waren keine Anziehsachen.

Dafür durfte ich mit dem Nacht-Portier und dem Security-Mitarbeiter in mein „drittes“ Zimmer gehen, damit die sich davon überzeugen konnten, dass in meinem „dritten Zimmer“ keine Anziehsachen sind. Kuriose Geschichte, vor allem wenn man – quasi Nachts – mit zwei Hotelmitarbeitern durch die Gänge schleicht und die Kollegen (die ebenfalls früh zum Flughafen durften) einen fragend anblicken.

Jens_kopf_kratzenGut, dann habe ich also „bewiesen“, dass meine Sachen wirklich nicht im dritten Raum sind und es wurde telefoniert, geflucht, laut gesprochen. Auf französisch – da habe ich nicht ganz so viel von verstanden – das Wort merdé kam aber wohl ein paar Mal vor. Wir einigten uns darauf, dass mir die Sachen – die ja „vermutlich im Lost & Found“ waren nachgeschickt werden sollten. Kurz vor meiner Abreise kam dann jemand vom Housekeeping und brachte einen Beutel. Inhalt: Meine Anziehsachen! Von der Zahnbürste, vom Haargel und von meiner Unterwäsche durfte ich mich allerdings verabschieden, das wurde wohl schon entsorgt.

Nachteil: Ich hatte quasi 2 Tage lang die gleichen Klamotten an, Vorteil: Meine Verlobte muss nun weniger waschen, hat also auch Vorteile. Dem Nacht-Portier war das alles ohne Ende peinlich und er versprach mir für den Fall, dass ich noch mal das Hotel besuchen würde, ein Upgrade. Da die „guten Hotels“ in Marseille rar sind, gehe ich davon aus, dass wir uns früher oder später noch mal wiedersehen werden.

Deutsche Bahn: Wir werden keine Freunde mehr!

28. April 2015 by Jens

Ich genieße mein Leben in vollen Zügen. Am Freitag, als der Freitag nach dem 7. Bahnstreik in Folge, sogar bildlich, denn ich habe der deutschen Bahn eine letzte Chance gegeben. Ich hasse nichts mehr als Unpünktlichkeit. Zwei mal kam ich bereits zu spät zu einem wichtigen Termin, einmal musste ich ihn gänzlich absagen. Nun, der Testversucht. Ich kaufe mir ein 2. Klasse Ticket mit Sitzplatz-Reservierung für die Strecke Bielefeld nach Düsseldorf. 29 Euro! Kann man machen! Bezahlt habe ich per Paypal, dafür durfte ich mir dann einen DIN A4 Bogen ausdrucken und den mitnehmen.

bielefeld

Häufig komme ich nicht pünktlich sondern oft auch etwas zu früh. Ich sehe nun das ihr grinst, aber das sind eure Gedanken, ich spreche hier über Termine. Das war dieses mal mein Glück, denn um kurz vor 12 stand schon fest, dass mein ICE (der um 12:22 losfahren sollte) eine Stunde Verspätung haben sollte.

Ich also zum Bahnbüro. Nummer ziehen. Großzügig wurde auf die Zugbindung verzichtet und ich durfte nun den Regional-Express nutzen. Kein fester Sitzplatz, keine Steckdose und voll! Schließlich war ja Freitag – alle wollten nach Hause. In das verdiente Wochenende.

Gut, Sitzplatz ergattert. Sogar mit Blick in Fahrtrichtung und dann die Zeit vertrödelt, denn arbeiten im Zug kann ich nicht. Nicht bei der – und nun lästere ich auch direkt noch über die Telekom – desulaten Zustände beim Netzausbau. Zwischen den Hauptorten hatte ich irgendwas zwischen Edge und 3G, LTE nur in den geringsten Fällen. Ich komme mir ja fast vor wie in einem technischen Entwicklungsland, kann hier mal jemand helfen?

Deutsche Bahn -> das war es mit uns, wir sehen uns so schnell nicht wieder. Schade eigentlich, denn der Zubringer-Zug von meinem Zuhause zum Bielefelder Hauptbahnhof fährt demnächst alle halbe Stunde. Aber weiter ohne mich! Da stelle ich mich lieber in den Stau. Da habe ich meine Privatsphäre, muss nicht die Musik der Sitznachbarn hören, nicht die Gespräche der anderen und bekomme auch keine Melange von Schweiss, Döner, Mettbrötchen (lecker!) und Kaffee in die Nase.

Im ICE hätte ich vermutlich auch kein Netz gehabt, dafür aber wenigstens die Chance auf das WLAN (wer weiß, eventuell bringt so eine Außenantenne ja wirklich was).