„Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?“

Dieser Werbespot aus den 90er Jahren kam mir gestern in den Sinn. Ich war bei Plus und sah in einem Regal doch tatsächlich Bluna blunaFlaschen rumstehen, also schnell zugeschlagen und mir ein paar Flaschen gesichert. Ich liebe ja den „eigensinnigen“ Geschmack von Bluna sowie Afri Cola, wenn ich die Wahl habe ziehe ich auch immer die Afri Cola der „normalen“ Coca Cola vor, mir schmeckt es einfach besser.

Gewundert habe ich mich über den Preis, so kostete der Liter Bluna gestern nur 45 Cent (zzgl. Pfand) – waren die schon immer so günstig oder liegt es daran, dass ich die Abfüllergebnisse aus Bad Ãœberkingen bis dato nur an Tankstellen gekauft habe?

Gefreut habe ich mich so oder so, zum einen, dass es Bluna gab und zum zweiten, dass ich einen USB Stick habe zurück legen lassen, damit ich auch garantiert in den Genuss komme heute einen zu bekommen ( @ Ralf : Wink mit dem Zaunfahl ).

6 Kommentare zu „„Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?““

  1. Kessi sagt:

    :-))….I like it….. Bluna hat so was unschuldiges…. und schmeckt echt leckaaaaa…..

  2. Ralf sagt:

    Hättest Du mal 2 zurücklegen lassen, dann hätte ich auf jeden Fall einen gekriegt! 🙂

    Ich versuch mein Glück heute abend und werde berichten, ob ich ihn bekommen habe oder auch nicht…..Mist!!!…..Warum ist mir das mit dem Zurücklegen nicht auch eingefallen. 🙁

  3. Ralf sagt:

    So eine Scheiße! Ich habe natürlich nirgends mehr einen Stick bekommen. War ja klar. Kann ja wohl echt nicht wahr sein, daß am gleichen abend um kurz nach 18 Uhr schon alle weg sind. Die bei Plussollten vielleicht mal daran denken, daß es auch noch Leute in der bevölkeung gibt, die arbeiten müssen.

    Hätte ich es mal so gemacht wie Du und hätte mir einen zurücklegen lassen. Naja, ich krieg ihn auch woanders, vielleicht etwas teurer, aber was soll´s!

  4. bierskoda sagt:

    @ Ralf: Mach dir nichts draus; ich habe den schon am Donnerstag Morgen um 9:06 Uhr nicht mehr bekommen. Obwohl Plus wenig Werbung machen und mehr auf die 1000 runtergesetzten Preise aufmerksam macht. Dann können wir so die Cents und Groschen sparen und uns anschließend einen etwas teureren stick kaufen. LOL.

    Jetzt zum Titel: Endlich wieder BLUNA ! Darauf habe ich schon lange gewartet, denn hier in Köln, in der Heimatstadt von Bluna, habe ich die Köstlichkeit auch an Tankstellen nicht gefunden. Früher gaps Bluna auf allen Rheinschiffen und in den Kiosken von Burgruinen. Kleine Flasche und wunderbar kühl. Eine Köstlichkeit ! Aus der später angebotenen Literflasche schmeckte das nur halb so gut, und nicht kühl überhaupt nicht. Meine ich jedenfalls.
    Also, eben habe ich mir bei PLUS ne sixpack gekauft, und gleich gehe ich nochmals dahin und hole mir zwei weitere.
    Wisst ihr denn, was BLUNA überhaupt heißt? Da gab es in Köln einen Apotheker Blumhof, der stellte Tabletten her, die er einzeln in eine sogenante Kugelverschlussflasche, hier auch Klickerwasserflasche genannt, steckte und auf einer sinnreichen Abfüllmaschine mit Brunnenwasser, später mit Leitungswasser (bonaqua läßt grüßen) füllte. Durch den entstehenden Innendruck aus der sprudelnden Tablette fiel die Kugel nicht nach unten, es sei denn, man drückte sie mit dem Finger wieder zurück, um aus der Flasche zu trinken oder in ein Glas einzuschenken.
    Blumhofer wurde alt und verkaufte seine Erfindung an einen Nachfolger. Und das ist die Wurzel des Namens BLUNA = Blumhofer Nachfolger. Einer der späteren Nachfolger war der Alfred Karl Flach in Riehl (Vorort von Köln). Als Coca-Cola 1929 in Deutschland sein Getränk von Essen aus zu verkaufen versuchte (aber langsam; anfangs lieferden sie beispielsweise an die Deutsch-Amerikanische Bar in Hamburg wöchentlich eine Holzkiste mit Coca-Cola), kreierte ein Jahr später der Unternehmer Flach die AFRI-Cola; in der Werbung zwar mit einer Dattelpalme versehen, die auf Afrika hindeutete, aber tatsächlich stammt der Name AFRI von „Alfred Flach Riehl“.
    Trotzdem legte Coca-Cola damals richtig los. Sie fuhren mit einer Kolonne von Kombi-Pkw’s übers Land, oben auf dem Dach schräg liegend die typische, aber übergroße Getränkeflasche, hielten in den Dörfern und schenkten das gekühlte Getränk gratis in beschrifteten (sic!) Plastik(!)-Bechern an die Bevölkerung und vor allem an die Jugend und die Kinder aus. War schon eine schlaue Werbung.
    Und noch was: Den Sirup für Coca-Cola gab es noch, allerdings eingeschränkt, bis September 1943. Denn, es gab da zwar der Krieg mit den USA, aber Geschäft bleibt Geschäft, und so wurden amerikanische Güter, vor allem Getreide, noch bis 9/43 in Hamburg angeliefert. Und auf dem Rückweg nahmen die Schiffe deutsche Juden mit. Aber nur die, die bezahlen konnten. Die anderen mussten zurückbleiben. War nicht nur die Schweiz, die Menschen wegen Geldmangel abgewiesen haben.
    Als die Deutschen nun keinen Sirup mehr bekamen, hatten sie zum einen AFRI-Cola, aber keine richtige Limo. So suchten und probierten Lebensmitteltechniker verschiedene Kreationen und fanden auf einmal ein Getränk, das schmeckte „fantastisch“. Daher der Name FANTA, damals zwar ein Milchsäuregetränk, aber immerhin.

  5. Jens sagt:

    Dann sind wir wohl zu dritt, meiner wurde nämlich auch „vergessen“ zurückzulegen…

    Ein dickes MINUS für den Service von PLUS 🙂

  6. Stefan sagt:

    Lieber Jens,
    Bluna ist aber leider nicht mehr Bluna.
    Bluna war früher eine Mischung aus Orange, Mandarine und Zitrone und schmeckte daher ganz besonders. Eine große Afri Cola/ Bluna Fabrik stand an der B1 bei uns in Bochum/Dortmund.
    Nachdem die Firma pleite war, hat Mitte der 90er eine große Firma die Namensrechte gekauft und eine 08/15 Orangenlimo unter dem Namen Bluna auf den Markt gebracht. Die Riesen-Einführungskampagne „Sind wir nicht alle ein bischen Bluna“ ist sicher noch allen in Erinnerung.

    Also: Bluna ist nicht mehr die spezielle Mischung, die sie früher so besonders gemacht hatte.
    Sondern eine ganz normale Orangenlimo mit schönem alten Namen.