Arzt müsste man sein… …das Lachen vom Arzt kostet Faktor 2.3 ;)

…oh oh, ich vermute mal, dass ich mir nun wieder die Leidensstorys der armen Ärzte anhören muss wie schlecht es denen doch geht. Nun, mein Arzt macht dann da vermutlich etwas anders, denn der hat einen sportlichen Wagen vor der Tür, ist ständig braun gebrannt und auch gut gelaunt. Eine Tetanus – Diphterie – Pertussis Impfung kostet bei ihm auch nur 28,38 € zzgl. der Beratungskostenpauschale von 10,72 € (schließlich hat er mir ja kurz gesagt, dass mir morgen der Arm weh tun könnte) und das setzen der Spritze. Sagen wir mal pauschal noch mal 10,72 € für die Impfung. Diese Dienstleistung kostet bei gesetztlich versicherten übrigens nur 4,66 € für die Beratung und 4,66 € für das setzen der Spritze, deswegen freut er sich vermutlich so wenn er mich sieht, das Lachen vom Arzt kostet Faktor 2,3 ;).

49,82 € habe ich nun also für die Schutzimpfung bezahlt, habe ein Gefühl im Arm als hätte ich einen Tennisarm und durfte feststellen, dass die Ärzte immer noch gemäß der gültigen Gebührenverordnung aus dem Jahre 2002 abrechnen, ob die wohl im kommenden Jahr „leicht erhöht“ wird? Natürlich könnte ich mir die 49,82 € von der privaten Krankenkasse wieder holen, aber ich will ja nicht auf meine Rückzahlung verzichten. Wenn ich die private Krankenkasse nämlich in Ruhe lassen, bekomme ich Geld zurück. Ein fairer Deal, oder? Man darf nur nicht krank werden (oder den Scheiss halt selber bezahlen), das rechnet sich, wenn man nur mal ein paar Kleinigkeiten hat aber dennoch. Apropo Kleinigkeiten, da ich es gerade überwiesen habe: Eine Wurzelfüllung beim Zahn inkl. symptombezogene Untersuchung, Röntgen, Anästhesie (Narkose) kostet „mal eben“ 385,50 € für einen Zahn. Okay, ich war am Sonntag da, doch der Aufschlag von 12,82 € für einen Besuch am Sonntag fällt da nicht sonderlich ins Gewicht, oder?

Ich will hier gar keine Lanze für private Krankenversicherungen brechen, aber als ich heute beim Augenarzt angerufen habe (um dem Problem von Samstag mal auf den Grund zu gehen) erzählte man mir was von Termin im Oktober, das kurze Wörtchen „Privat“ sorgte dafür, dass ich nun morgen schon zum Augenarzt könnte und da soll mir nun noch einer sagen, wir leben nicht in einer 2 Klassen Gesellschaft. Ich bin mal gespannt was die Untersuchung beim Augenarzt kostet, ggf. reiche ich die gesammelten Kunstwerke Rechnungen dieses Jahr, ja doch noch bei der Krankenkasse ein…

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2 Kommentare zu „Arzt müsste man sein… …das Lachen vom Arzt kostet Faktor 2.3 ;)“

  1. Uli sagt:

    Ja, doof, dass du alles selber zahlen musst, aber dieses Bevorzugen wenn´s um Termine geht, find ich echt schrecklich! Ich musste letztens 3 Monate auf einen Termin beim Hautarzt warten, dort hieß es ein Muttermal muss entfernt werden – sofort – mit Verdacht auf Hautkrebs. Hautkrebs ist ja nur der Krebs, der am schnellsten streut. Ich hab Glück gehabt und der Verdacht hat sich nicht bestätigt, aber diese langen Wartezeiten auf einen Termin kann u.U. einem das Leben kosten! -.- War auch schon am Überlegen einfach mal am Telefon zu sagen, dass ich Privat versichert bin – nur um schneller einen Termin zu bekommen! ;p

  2. rivoid sagt:

    Es gibt ja nicht wenige Ärzte die inzwischen schon verschiedene Rufnummern für gesetzlich und für privat Versicherte haben. Kein Witz!
    Was deinen Zahn angeht, das kann ich (gesetzlich versichert) überbieten. Eine Wurzelfüllung beim Kieferchirugen (Entzündung an der Wurzelspitze): 3 Sitzungen, Zuzahlung, zu dem was meine Kasse zahlt, ca. 600,- Euro!!! Erklärung vom Doc: Sie benutzen besondere Instrumente (ua. Mikroskop) die von der Kasse nicht bezahlt werden.