Bedienungsanleitung – Canon EOS 450D – HDR möglich?

…ich lese! Wer hätte das gedacht, ausser im Netz lese ich nun auch noch ein „Buch“. Gestern Abend und heute in der Mittagspause habe ich mich tatsächlich hingesetzt und zum ersten mal eine Bedienungsanleitung gelesen, bzw. habe angefangen diese zu lesen. Normalerweise überfliege ich diese ja immer nur kurz, aber diesmal möchte ich wirklich alle Funktionen kennen lernen, von daher: lesen bildet!

Lustig finde ich die Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden:

Steht da doch tatsächlich geschrieben: „Diese Kamera ist ein Präzisionsgerät. Lassen Sie sie nicht fallen, und setzen Sie sie keine physischen Belastungen aus.“ Okay, merke ich mir, diese Kamera lasse ich diesmal nicht fallen und schlagen werde ich sie auch nicht. Ich gehöre nämlich auch zu denjenigen die Ihre Fernbedienung fester drücken wenn die Batterie leer sind. (na erwischt?)

Um den Trageriemen zu befestigen muss man das Riemenende von unten durch die Öse der Riemenhalterung hindurch und dann in die Riemenschnalle hinein… warum kommt mir bei dieser Beschreibung ein Lied von Mike Krüger in den Sinn? “ Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche zieh’n, und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben dreh’n… “

Auf der Seite 27 dann eine weitere Ãœberraschung:

Einschalten der Kamera:
ON : Die Kamera wird eingeschaltet.
OFF : Die Kamera ist ausgeschaltet und kann nicht verwendet werden.
Stellen Sie diese Position ein, wenn Sie die Kamera nicht verwenden.

Also es wundert mich schon stark, dass Canon mich nicht darauf hinweist, dass ich mir doch eine Hose anziehen soll bevor ich nach draussen gehe um ein Foto zu machen 😉 . Na gut, die Anleitung ist natürlich für blutige Anfänger geschrieben, apropo ich vermisse auch den Hinweis, dass diese digitale Spiegelreflexkamera keinen Film benötigt, man also die Kamera nicht auseinanderschrauben muss um einen Film einzulegen.

Auf der Seite 36 findet man Hinweise zur Kamerahaltung:

Scharfe Aufnahmen sind nur möglich, wenn die Kamera beim Auslösen ruhig gehalten wird…
(ich spar mir nun den billigen Witz mit den scharfen Objekten der Begierde, also wenn das Model nicht scharf ist liegt es am Fotografen, der hat die Kamera nicht ruhig gehalten!)

Ab Seite 70 finde ich dann auch endlich was ich können möchte, die Verschlusszeiten festlegen, die Schärfentiefe verändern und die Blende einstellen. Sehr schön ist auch die Belichtungsreihenautomatik, sprich die EOS 450D erstellt per Knopfdruck 3 Bilder, eines ist ideal belichtet, eins über und eins unterbelichtet, aus diesen drei Bildern kann man ein sogenanntes HDR Photo erstellen (lassen), dafür braucht man dann aber noch ein entsprechendes Tool.

Diese gibt es z.B. auf www.foto-freeware.de zum Download! HDR Bilder sehen schnell etwas toonig aus, sprich unecht, aber wenn man es mit den Werten nicht übertreibt kann man so ein sehr schön belichtetes Bild erstellen.

Ich werde es mal testen, ich freue mich auch auf ein Bild von der Autobahnbrücke, mit roten und weißen Leuchtstreifen , dazu wird „einfach“ die Verschlusszeit entsprechend verändert und die Kamera muss dazu ruhig gehalten werden, da dieses natürlich nicht über längere Zeit möglich ist kommt dann ein Stativ zum Einsatz.

Das hier war übrigens gestern der erste Schnappschuss, fotografiert in einen Spiegel, noch mit automatischer Einstellung – nur der Blitz wurde unterdrückt. Den Bereich habe ich mit Photofiltre gespiegelt und herausgeschnitten, so wird man mich wohl nun häufiger sehen:

Hier noch ein Beispiel:

Bild von der Schleuse in Lüdinghausen:

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