Bloggen ist mehr als nur ein paar Texte ins Netz zu stellen…

…und trotzdem werden Blogger – immer noch – belächelt? Der Blogger ist Fotograf, Film-Team, Redakteur, Chefredakteur und Buchhaltung in einer Person. Darüber hinaus beantwortet er auch noch die Leserbriefe – die in der Regel ohne Zensur und ohne vorherige Auswahl – in Form von Kommentaren unterm Blog / auf Facebook / bei Twitter / bei Youtube direkt unter den Videos etc. veröffentlicht werden. Die Videos schneidet er in der Regel selbst und somit wird der Blogger zur Eierlegenden Wollmilchsau, denn auch wenn er vermutlich nicht alles (perfekt) kann, muss er alles machen. Von der Terminabsprache über die Recherche bis hin zur Bildbearbeitung und Korrektur. Vom Dreh, über den Schnitt bis hin zur Auswahl der Drehorte. Dazu darf er dann noch Angebote abgeben, Rechnungen schreiben, Mahnungen verschicken wenn er dann doch mal ein paar Krümmel vom großen Marketing-Kuchen abbekommen hat.

hallo

Warum ich gerne Blogger bin? Ich schreibe gerne: Meiner Meinung nach… und muss dann auch kein Blatt vor den Mund nehmen aus Angst davor, dass ich meinen Werbekunden vergraulen könnte. Ich kann einfach mal Termine absagen mit der Begründung, dass mich das Thema nicht interessiert. Ich kann auf der anderen Seite auch Termine zusagen nur weil sie mich persönlich interessieren.

Viele sagen – und haben damit vermutlich auch Recht – das Blogger nicht so perfektes Deutsch schreiben, sich gerne in den eigenen Texten verlieren und vermutlich auch mehr Rechtschreibfehler machen als ihnen lieb ist. Doch was nützen die schönsten Texte, wenn sie nicht gelesen werden? Also ist der Blogger nicht nur derjenige der den Content erstellst, sondern auch noch derjenige der sich um die Verbreitung kümmert. Er betreibt also SEO, bespielt sämtliche sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook und Instagram und testet da natürlich auch neue Dinge aus.

Eines haben Blogger übrigens mit den „anderen Journalisten“ gemeinsam: Der Tag hat nur 24 Stunden! Warum „andere Journalisten“? Ich vertrete den Standpunkt, dass jeder – der irgendwas – irgendwo – irgendwo veröffentlicht, mit dem Hintergrund, dass andere später mehr Wissen haben, auch ein Journalist ist. Aus dem Grund bin ich auch Mitglied im DJV, auch wenn ich den Presse-Ausweis bis dato nur einmal benötigt habe.

Dieser private Blog hier ist natürlich eine andere Geschichte, aber ich denke schon, dass wir z.B. mit den Ausfahrt.TV Videos einen gewissen Mehrwert schaffen. Das gilt auch für die Beiträge die auf rad-ab.com oder auf den weiteren Blogs erscheinen und wenn diese nur den Mehrwert haben, dass der Leser sich unterhalten fühlte. Am liebsten gut! Also gut unterhalten. Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag und überlegt euch doch mal, was ihr wirklich alles tut – entweder als Blogger oder als Leser! Leser sollten mehr kommentieren und ggf. auch mal Danke sagen, denn in der Regel übertrifft der Aufwand der Blogger den Lohn um ein vielfaches. Getrieben aus Hobby, Spaß und Passion entstehen Blogs die sich nicht bzw. nur schlecht monetisieren lassen, diese Blogs haben ein Herz und eine Seele. Der / Die Blogger/in dahinter! Bedankt euch doch mal dafür, dass die euch immer so nette Beiträge online stellen, die ihr kostenlos konsumieren könnt und meckert nicht immer nur rum wenn mal was nicht klappt.

4 Kommentare zu „Bloggen ist mehr als nur ein paar Texte ins Netz zu stellen…“

  1. René sagt:

    Vielen Dank!

    Über die angesprochenen Jobs fällt mir noch Techniker/Admin/Programmierer ein. Hier und da wird ja sicherlich doch mal was im Quellcode optimiert. So zumindest bei mir. Ansonsten finde ich mich im Text gut wieder. Obwohl die meisten Bilder und Videos mir von den Werften zur Verfügung gestellt werden. Aber auch diese müssen noch bearbeitet werden 😉

  2. Jens sagt:

    Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich komme mir nun quasi vor, als hätte ich drum gebettelt 😉

  3. Horst Schulte sagt:

    Ein schöner und sympathischer Artikel. Vielen Dank dafür.

    Ich glaube, dass viele Blogger sich mit der Zeit sogar unter Druck setzen und nicht nur die pure Freude herrscht. Content mit dem sagenumwobenen Mehrwert wird aber leider wohl selten generiert. Es kommt halt sehr darauf an, welche Themen die Blogger behandeln bzw. ob das Blog ein „klar umrissenes“ Thema behandelt.

    Geschrieben wird immer noch ziemlich viel. Leider fehlt es aber in der Tat an Leserkommentaren. Das ist zum Glück nicht überall so. Aber je nach Lage könnte man das schöne Hobby ab und zu auch drangeben. Das tun wir aber nicht! 🙂

  4. Jens sagt:

    Danke für das Kompliment!