Das Google Streetview Bashing kommt etwas spät …

…denn das Video ist doch längst abgedreht, die Aufnahmen der 20 größten deutschen Städte sind bereits 2008/2009 entstanden , denn da fuhren die Streetview Fahrzeuge durch die Straßen und fotografierten alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal werden nun also demnächst online zu sehen sein, ohhhh mein Gott – wie schlimm … sowas machen andere Städte wie z.B. Münster schon lange auf der Webseite der Stadt, beim virtuellen Stadtrundgang von Münster sieht man auch einiges und auch dort wurden nur die Gesichter verpixelt … und ? Kein Aufschrei? Kein: Oh mein Gott , das böse Internet?

Man man man, wir leben im Jahre 2010 – wird Zeit das wir auch alle endlich mal in der modernen Welt ankommen die wir uns selber erschaffen haben.

Aber nein, nun gehen die Rentner auf die Barrikaden, stellen sich für die Zeitungen (die übrigens auch eine Internetpräsenz haben) vor die Haustür, lassen sich fotografieren und unverpixelt im Netz / in der Zeitung ablichten und vor allem : Geben mit Vor- und Zunamen noch ein Interview – wie schlecht doch Google ist … man man man, das Rentner für Quote sorgen können haben die Kollegen von der schreibenden Zunft ja zuletzt beim dem „Blumenkübel“ Attentat beim Altersheim feststellen dürfen – aber aus dem Grund müssen die nun auch nicht zu jedem Mist befragt werden.

Wenn ich meinem Opa (der ja leider nicht mehr lebt) erzählen würde, dass irgendwelche Leute sein Garten fotografieren, der hätte die Kamera trotz einem Glasauge mit einem gezielten Schuss vom Autodach geholt – die sind so, die Alten kann man auch nicht mehr ändern 😉 – und das wollen wir ja auch eigentlich nicht. Aber wir können nicht alle den ständigen Fortschritt fordern und dann die Keule schwingen wenn wir unsere Privatsphäre schwinden sehen, jetzt mal unter uns – eure Nachbarn spionieren euch doch sowieso schon aus, die Stasi exisitert weiterhin, was denkt ihr denn? Ich könnte nun noch weitere Verschwörungstherorien verbreiten – aber das lass ich und von euch würde ich nun gerne die Meinung gegeigt bekommen: Google Streetview: hot oder schrott?

5 Kommentare zu „Das Google Streetview Bashing kommt etwas spät …“

  1. Bea sagt:

    Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen, ist es doch genau so wie Du schreibst: alle schreien nach Datenschutz und fühlen sich gleichzeitig, wenn das Fernsehen/die Zeitung vor der Tür steht und ein Interview machen möchte. Das führt die Sache ad absurdum. Vielleicht sollte man denen mal verklickern, dass ihr Haus, wenn es dann verpixelt ist, gerade besonders attraktiv ist: da stellt sich doch gleich jeder mittelklassige Einbrecher die Frage, was es da wohl Wertvolles zu holen gibt. Außerdem: wenn ich in der Gegend wohne, kann ich mir das Haus doch auch täglich live ansehen. Ich verstehe das Problem nicht.

  2. Salim sagt:

    Du hast recht was die Anonymität anbelangt, man muss sich einfach vor Augen halten, das an dem Zeitpunkt wo wir ein einziges bit ins Netz loslassen wir keine Kontrolle mehr darüber haben was mit Ihm passiert. Wir können nur darauf Vertrauen das die Firmen/Personen diese Daten auch vertraulich behandeln. Am Beispiel Street View von Google ist es halt peinlich, wenn man ertappt wird wozusein wo man nicht sein soll. Auf der anderen Seite haben die meisten Leute keinen blassen Schimmer wo, wie und wann sie offiziel oder inoffiziel beobachtet werden, traurig aber war. Das Digitaler Zeitalter hat schon lange begonnen und wir werden uns nicht davor verstecken können.

  3. stang2k sagt:

    Ich habe bis dato auch noch nicht verstanden wo das Problem liegt. Die Sache mit den WLAN-Netzen ist sicherlich ein anderes Problem, aber gegen Google Street View spricht so doch gar nichts. Ich finde es eher praktisch und warum nicht auf die moderne Technik zurückgreifen die wir zur Verfügung haben?

  4. Links anne Ruhr (13.08.2010) » Pottblog sagt:

    […] Das Google Streetview Bashing kommt etwas spät … (www.jens-stratmann.de) – … schließlich wird schon seit zwei Jahren gefilmt (siehe bspw. Google Street View-Aufnahmen in Bochum aus dem Jahr 2008) und außerdem gibt es schon seit einiger Zeit beispielsweise mit Sightwalk auch Straßenansichten deutscher Städte. […]

  5. babelblog.me sagt:

    Ich finde das ganze Geschrei auch ein wenig albern, ich mein normale Photographien deines Hauses sind erlaubt, aber wenn es jemand in das Netz stellt ist er gleich der Böse. Ja klar, die Gesichter und Nummernschilder sollen verpixelt werden, damit man sich nicht überall wiederfindet. Was wollt ihr denn mehr? Und diese Aktion, bei der man sein Haus auf Wunsch entfernen lassen kann ist ja wohl der Knaller. Street View ist nirgends ein Problem aber im Ach so modernen Deutschland ist die Ansicht ein einziger Fleckenteppich, echt klasse. Die WLANs vermessen war jetzt nicht die feine Englische, aber die Daten hat doch Apple sowieso schon, also was solls.