Deutsche Bahn: Wir werden keine Freunde mehr!

Ich genieße mein Leben in vollen Zügen. Am Freitag, als der Freitag nach dem 7. Bahnstreik in Folge, sogar bildlich, denn ich habe der deutschen Bahn eine letzte Chance gegeben. Ich hasse nichts mehr als Unpünktlichkeit. Zwei mal kam ich bereits zu spät zu einem wichtigen Termin, einmal musste ich ihn gänzlich absagen. Nun, der Testversucht. Ich kaufe mir ein 2. Klasse Ticket mit Sitzplatz-Reservierung für die Strecke Bielefeld nach Düsseldorf. 29 Euro! Kann man machen! Bezahlt habe ich per Paypal, dafür durfte ich mir dann einen DIN A4 Bogen ausdrucken und den mitnehmen.

bielefeld

Häufig komme ich nicht pünktlich sondern oft auch etwas zu früh. Ich sehe nun das ihr grinst, aber das sind eure Gedanken, ich spreche hier über Termine. Das war dieses mal mein Glück, denn um kurz vor 12 stand schon fest, dass mein ICE (der um 12:22 losfahren sollte) eine Stunde Verspätung haben sollte.

Ich also zum Bahnbüro. Nummer ziehen. Großzügig wurde auf die Zugbindung verzichtet und ich durfte nun den Regional-Express nutzen. Kein fester Sitzplatz, keine Steckdose und voll! Schließlich war ja Freitag – alle wollten nach Hause. In das verdiente Wochenende.

Gut, Sitzplatz ergattert. Sogar mit Blick in Fahrtrichtung und dann die Zeit vertrödelt, denn arbeiten im Zug kann ich nicht. Nicht bei der – und nun lästere ich auch direkt noch über die Telekom – desulaten Zustände beim Netzausbau. Zwischen den Hauptorten hatte ich irgendwas zwischen Edge und 3G, LTE nur in den geringsten Fällen. Ich komme mir ja fast vor wie in einem technischen Entwicklungsland, kann hier mal jemand helfen?

Deutsche Bahn -> das war es mit uns, wir sehen uns so schnell nicht wieder. Schade eigentlich, denn der Zubringer-Zug von meinem Zuhause zum Bielefelder Hauptbahnhof fährt demnächst alle halbe Stunde. Aber weiter ohne mich! Da stelle ich mich lieber in den Stau. Da habe ich meine Privatsphäre, muss nicht die Musik der Sitznachbarn hören, nicht die Gespräche der anderen und bekomme auch keine Melange von Schweiss, Döner, Mettbrötchen (lecker!) und Kaffee in die Nase.

Im ICE hätte ich vermutlich auch kein Netz gehabt, dafür aber wenigstens die Chance auf das WLAN (wer weiß, eventuell bringt so eine Außenantenne ja wirklich was).

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