Er war noch niemals in New York…

Er war noch niemals in New York, ging nie durch San Francisco in zerissenen Jeans. Er mag griechischen Wein, weiße Chrysanthemen, Gin und Rum und schläft ohne Lied nie ein. Der lachende Vagabund, Onkel Tom, Peppino und Sweet-Mary waren in den 50er seine Freunde – gerne trank er zu der Zeit schwarzen Kaffee aus San Juan.

In den 60er sang er Dicotto anni, capelli biondi ( 17 Jahr – blondes Jahr) , Merci Cherie, „Immer wieder geht die Sonne auf“ und spielte sich auch mit „Mein Freund, der Clown“ in die Herzen der Fans, die ihm auch in den 70er noch treu geblieben sind.

Unvergessen: Jenny, Mathilda, der Teufel hat den Schnaps gemacht, ein ehrenwertes Haus, Griechischer Wein, Buenos Dias Argentina, aber bitte mit Sahne, mit 66 Jahren und Rhodos im Regen.

Anfang der 80er wollte er nach Paris, einfach so nur zum Spaß – war auf der Suche nach sich selbst, sang von Kairo bei Nacht  und reiste dann in den 90er mit dem Traumschiff. 1995 begann der Rest seines Lebens, er sang von Humtata, Tätärä, Lieben, Leiden und Leben. Ein Jahr später regnete es Champagner vom Himmel und auch heute erleben seine besten Hits immer mal wieder eine neue Version.

Aktuell ist er direkt zwei mal in den Charts, einmal mit den Sportfreunden Stiller: „Ich war noch niemals in New York“ und einmal mit seiner originalen Version – kann es ein schöneres Geschenk geben?

Ein Geschenk zum 75. Geburtstag von Udo Jürgens – Udo Jürgen Bockelmann ist heute vor 75. Jahren in Klagenfurt geboren , mit Charme und Gesangeskunst eroberte er die Herzen seiner Fans im Sturm und seine Lieder gehören auch heute noch auf jede Party. Mit „Tausend dank für die Blumen“ ist er natürlich im Gehör geblieben – schließlich war / ist das die Titelmelodie von Tom & Jerry – und ich wünsche heute dem Udo eine große Torte – aber bitte mit Sahne!

Es gibt drei so große Künstler im deutschsprachigen Raum, Roland Kaiser (singt fast ausschließlich übers kokettieren) – Howard Carpendale (singt oft übers verlassen werden) und halt Udo Jürgens (der auch mal gesellschaftpolitische Themen anspricht). Also Happy Birthday Udo, trink einen griechischen Wein für mich mit.

1 Kommentar zu „Er war noch niemals in New York…“

  1. bierskoda sagt:

    Ja, mein Namensvetter hat schon eine tolle Karriere hinter sich gebracht, jedoch, wenn du von Charme (welcher Klagenfurter hätte den nicht?) und Gesangskunst schreibst, ist das zwar richtig, aber viel mehr zählt bei Udo Jürgens sein musikalisches Talent. Bei ihm ist es wie bei einigen anderen begnadeten Musikern: Das, was er notenmäßig denkt, kann er sofort in Muskelbewegungen umsetzen. Also, der musikalische Gedanke läßt die Muskelbewegungen der Finger am Klavier (beispielsweise) sofort anschlagmäßig in Höhe, Stärke und Länge umsetzen. Auch der normale Mensch hat vergleichsweise so etwas, wenn er ein Lied singen will und dann automatisch die Muskeln der Stimmbänder so bewegt, dass die Töne des Liedes (hoffentlich richtig) zu hören sind. Nur, bei uns normalen Menschen ist diese Begabung noch nicht bei den Fingermuskeln angekommen.