Fahrradstadt Münster? Hier ein paar Fakten!

Hach, seit geraumer Zeit verbringe ich ja nun wieder viel Zeit auf dem Fahrrad, radel durchs Münster und sehe auf einmal Dinge, die ich vorher so nie wahrgenommen habe. Münster ist ja bekannt als Fahrradstadt, aber hier noch einige Fakten die event. noch nicht jeder wusste:

Münster ist als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands nicht nur Vorbild für deutsche Städte, nein sogar Florenz, Kristiansand und Richfield (Bundesstaat Minnesota) haben sich hier schon Rat geholt.

Münster hat das größte Fahrradparkhaus in Deutschland, es stehen 3.300 Stellplätze zur Verfügung – doch auch Service wird dort groß geschrieben, es gibt eine Reparaturwerkstatt, ein Fahradverleih und für extrem faule Münsteraner eine Fahrradwaschanlage. (nein, mein Fahrrad war da noch nicht drin 😉 ).

In Münster gibt es zahlreiche Einbahnstraßen – aber nur für Autos und sonstige Kraftfahrzeuge, denn Fahrradfahrer dürfen einige Einbahnstraßen in beide Fahrtrichtungen passieren, welche sind mit einem „Fahrrad frei“ Schild gekennzeichnet. Aber aufgepasst, in Münster achten die freundlichen Polizisten nicht nur auf Raser und Gurtmuffel, sondern z.B. an der Scharnhorststraße auch für Radfahrer die diese Einbahnstraße in die verkehrte Richtung befahren, bzw. dafür den Gehweg nutzen.

Es gibt sogar Fahrradstraßen in Münster, dort haben (ausnahmsweise mal nicht die Autos) die Fahrradfahrer Vorrang – wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, finde ich diese Straße natürlich auch besch****eiden , aber mit dem Fahrrad ist es echt „entspannend“.

Der Drahtesel bzw. das Fahrrad wird in Münster „Leeze“ genannt, die Münsteraner Leezen sehen in der Regel so aus:

platte Reifen, kaputte Beleuchtung, krumme Felgen, abgesprungene Kette und sehr wahrscheinlich ist es auch nicht mehr die eigene Leeze, denn die wurde ja schon entwendet bzw. geklaut – oder auch Teil des Bike-Sharings in Münster geworden.

Jeden Tag werden in Deutschland 1200 Fahrräder geklaut, selbstverständlich auch in Münster – aus dem Grund empfehle ich nicht nur ein gutes Schloss sondern auch die Registration des Fahrrades bei der Polizei, das Fahrrad ist in der Regel ja in der Hausratversicherung versichert – aber auch hier gibt es Ausnahmen und findige Details in dem Kleingedruckten, also einfach mal durchlesen und ggf. eine Fahrradversicherung abschließen. Viele Fahrräder haben Schnellspanner an Felgen, Sitz und Lenker – diese kann man gegen andere Muttern austauschen. Ansonsten sollte man es natürlich vermeiden, nur ein Teil des Fahrades abzuschließen, sonst findet man ggf. nur den Rahmen oder auch nur den Vorderreifen wieder ;).

5 Kommentare zu „Fahrradstadt Münster? Hier ein paar Fakten!“

  1. Armin sagt:

    Gute Schlösser helfen auch nciht immer in MS.
    Mein altes Fahrrad hatte ein gutes Schloß, aber der Entwender dachte wohl, da es sich um ein Speichenschloss am Hinterrad gehandelt hat, selbiges durch ein kräftiges beherztes Schieben zu sprengen.
    Weit gefehlt, das war ein Vollstahlschloss.
    Ergebnis war aber, dass mein armes Hinterrad auf einem Viertel des Radiusses keine Speichen mehr hatte….

  2. Jens sagt:

    @armin: mir wurde mein bike damals auch direkt vor dem kiosk geklaut… ich war da keine 2 minuten drin, schon war es weg… habe ich denn ansonsten noch fakten vergessen?!

  3. Armin sagt:

    Nee, der Rest passt schon.

  4. Christiane sagt:

    Mein Fahrrad wurde zwischen letztem Mittwoch Abend und Freitag Morgen in Kinderhaus direkt vor unserer Haustür gestohlen. Es war mit einem Kettenschloss gesichert und niemand hat etwas gesehen. Ich habe gehört, dass hier auch Leute rumfahren, die das Fahrrad einfach in nen Transporter oder LKW packen und mitnehmen und sich später um das Schloss kümmern.

  5. Jens sagt:

    Mmmmh Christiane, das tut mir leid, ich hoffe es war versichert…