Ich werde Münster den Rücken kehren und mein Glück in der Ferne suchen…

Münster, diese kleine Stadt in NRW eigentlich doch sehr lieb gewonnen habe war ja nun über viele Jahre, ja gar Jahrzehnte meine Heimatstadt. Ich habe viel erlebt in Münster, ging dort zur Grundschule, zur Realschule, machte dort meine Ausbildung und habe auch in Münster gearbeitet. Doch wie die meisten muss man sich irgendwann auch mal weiterentwickeln. Man mag nicht immer das gleiche sehen, man mag auch nicht immer das gleiche essen, man muss auch mal raus aus dem Alltag und der Gewohnheit.

Münster ist toll, gar keine Frage. Die Möglichkeiten zum Feiern sind ideal, da gibt es z.B. den Bereich am Hafen mit den Lokalitäten oder auch den Bereich der Innenstadt. Meine erste Disco die ich damals besucht hatte war in Münster das Jovel (ja das gibt es heute auch noch, zwar an einem anderen Ort, aber immer noch mit den gleichen Leuten). Ich lernte Auto fahren in Münster (nein, nicht in einem VW Golf sondern in einem Ford Escort) und als Wahl-Münsteraner bin ich auch zum Fahrradfahrer geworden. Selbstverständlich hatte ich auch schon mal einen Fahrradunfall und natürlich wurde mir in Münster auch schon mal ein Fahrrad gestohlen! Ich glaube wenn die beiden Fakten nicht eingetreten wären, wäre ich auch kein richtiger Münsteraner gewesen. In Münster sammelte ich meine ersten Strafzettel, leider auch meine ersten Punkte in Flensburg und in Münster hab ich mir auch beim freizeitlichen Fussballspiel schon das ein oder andere Band gedehnt (einmal sogar an beiden Füßen gleichzeitig). Den Münsteraner Zoo besuche ich auch heute noch gerne, die Münsteraner Altstadt ist wunderschön und das Schloß eine ideale Kulisse für die Kirmes, den Rummel der in Münster Send genannt wird.

Nun wird es Zeit so langsam Abschied zu nehmen, nicht nur Abschied von den Freunden, dem Freundeskreis und den Personen die man mag und nicht mehr täglich sehen kann, Abschied von gewohnten Dingen. Abschied zum Beispiel von dem vermutlich besten Döner Laden in Münster (Döner King), Abschied von lustigen Mittwoch-Abenden im schwarzen Schaf (Kult!), Abschied von gewohnten Fahrstrecken die man quasi schon blind fahren konnte. Natürlich muss ich mich nun auch von dem ein oder anderen Lieferservice in Münster (und da gibt es wirklich gute) verabschieden und mir nun neue in meiner neuen Heimat suchen, denn ich lasse mich immer noch lieber bekochen als selber hinterm Herd zu stehen.

Der Tag X ist zwar noch nicht gekommen, denn das Haus in der Ferne wird ja noch umgebaut. Aber wenn das soweit fertig ist, geht der Marathon los. Dann müssen die Seecontainer gepackt werden, die Spedition muss die Sachen abholen und mich mit Sack und Pack rüber bringen. Ein Visum brauchte ich nicht und ich musste auch keine Ausreiseanträge stellen, wobei die Transitstrecke von ähnlicher Qualität ist wie damals die Strecke von West-Deutschland nach Berlin ;)… denn ich ziehe…

 

…in das 75 km entfernte Bielefeld! Bielefeld gibt es ja nicht wirklich, über den Gag kann ich inzwischen auch nur noch schmunzeln, denn Bielefeld und vor allem einige Leute in Bielefeld habe ich echt in mein Herz eingeschlossen. Bielefeld ist toll und die Münsteraner werden mir verzeihen, wenn ich sage, dass ich mich hier genauso wohl fühle. Wenn allerdings die Arminia Bielefeld gegen den SC Preussen Münster spielt hole ich meinen grün weißen Schal wieder raus.

 

12 Kommentare zu „Ich werde Münster den Rücken kehren und mein Glück in der Ferne suchen…“

  1. Janina sagt:

    Jaaa, komm zu uns, komm zu uns ;)))

  2. Jens sagt:

    Das klingt ja nun fast so wie die Schlange aus dem Dschungelcamp 😉

  3. Janina sagt:

    Die kenn ich nicht, aber ich meinte das schon etwas „verführerisch“ 😀

  4. Uli sagt:

    Na denn wünsch ich dir, dass du dich dann schnell im neuen Haus einlebst und ihr es gemütlich habt und euch zu Hause fühlt! =)

  5. Markus sagt:

    Oh, dann mal viel Erfolg in der Ferne 😀 Ich werde wohl noch hier bleiben. Könntest ja wenigstens die guten Lieferdienste verraten 🙂

  6. Jens sagt:

    Hong Bing, La Cucina und natürlich Joeys…

  7. Pascal Wepner sagt:

    Sehr nice, dann wohnt auch endlich mal ein ehrlicher und gradlieniger in Bielefeld. Bisher kannte ich nur verlogene Idioten.

    Haus schon fertig? Wann steigt die Einweihungsparty?

  8. Jens sagt:

    Ne, noch lange nicht… Die Einweihungsfeier gebe ich dann, so wie man das heutzutage macht, über Facebook bekannt *lol* – ich kenne in anderen Städten übrigens mehr Idioten als in Münster und Bielefeld zusammen…

  9. Lutz Balschuweit sagt:

    Hab ich da was von Marathon gelesen?

  10. Jens sagt:

    Marathon? Neeeeee, garantiert nicht!

  11. Lutz Balschuweit sagt:

    Der Tag X ist zwar noch nicht gekommen, denn das Haus in der Ferne wird ja noch umgebaut. Aber wenn das soweit fertig ist, geht der Marathon los.

    Doch doch Jens das hast Du geschrieben. Mir ist nur nicht ganz klar was das Laufen mit Deinem Umzug zu tun hat *denk*

  12. Jens sagt:

    Der Umzugsmarathon, Treppe hoch und Treppe runter, die Kisten wollen ja schließlich geschleppt werden!