Mountainbiken im Schnee … arschkalt – aber funktioniert!

brrrr…. Bielefeld schneit ein – und auf welche schwachsinnige Idee komm ich bei dem Wetter? Richtig, ab aufs Mountainbike und in den Wald – meine Freundin tickt genauso wie ich… denn auch sie sattelte auf und los ging es mit Mad „TheBatDog“ Damon in den Wald.

Leider versagte der Akku meiner Canon IXUS, aus dem Grund auch nur 3 Bilder, aber ich muss schon sagen, die Traktion war nicht das Problem, solange kein Eis unter dem Schnee lag war das Fahrradfahren kein Problem, zum Problem wurde eher der Schnee, der sich auf die Fahrradteile setzte und dann auf Grund der Minus-Grade gefror – die Klickpedale wollten nicht mehr so richtig, die kleinen Kettenritzel waren unbefahrbar.

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Gibt es da eigentlich irgendwelche Tricks? Wie kann man sich vor diesen Vereisungen schützen? Bekleidet war ich übrigens mit einer langen Radfahrhose (mit Polsterung) darüber eine Jogginghose, den Oberkörper schützten Trikot & Radfahrjacke, auf dem Kopf ein HAD und natürlich der Helm, die Augen schützten eine Radfahrbrille und die Hände steckten in Handschuhe – wie gesagt, ich habe nur an den Füßen gefroren.

Was gibt es zu beachten beim biken im Schnee? Schwerpunkt auf den Hinterreifen und einfach fahren, wie schon oben erwähnt – solange kein Eis unter dem Schnee ist, stellt das fahren wirklich kein Problem dar, durch die technischen Hilfsmittel (Stollenprofil) war das bremsen sogar beindruckend gut, ich bin kleine Hügel ohne weitere Probleme hoch und runter gefahren – auch kontrolliertes langsames (gebremstes) runterfahren war ohne weiteres möglich. Ich habe den frischen Schnee bevorzugt, d.h. wo noch keine anderen Menschen gewesen sind und Ihre Spuren hinterlassen haben… ein kleines Problem stellt der Schnee aber doch dar:

Man(n) weiß nicht was drunter ist! Ich bin einmal vom Weg leicht abgekommen aus dem Grund, es sah ja alles gleichmäßig aus … doch auf einmal ging das Vorderrad etwas ruckartig runter… hingeflogen bin ich heute trotzdem nicht.

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So, und nun seht Ihr mal die Antwort auf die Frage: Wozu braucht man Überschuhe? Ich hab ja keine, 2 paar Socken sollten reichen – haben aber nicht – die Mountainbikeschuhe sind zwar „wasserabweisend“ – aber nicht wirklich geeignet für diese Witterungen, naja – und es sah ja so aus:

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Wie gesagt, wir hatten Mad „TheBatDog“ Damon auch mit, im Wald durfte er frei laufen und hatte echt mega viel Spaß , nun wissen wir das es gut klappt und zum erstenmal haben wir das Gefühl Damon „geschafft“ zu haben, er schläft zumindestens zur Zeit friedlich.

thebatdog

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11 Kommentare zu „Mountainbiken im Schnee … arschkalt – aber funktioniert!“

  1. bbbaschtl sagt:

    Kältetricks gibt es nur wenige: Mancheiner fährt bei Schnee mit Plattform- statt mit Klickpedalen. Gegen kalte Füsse helfen kurze Laufpassagen oder akkubetriebene Sohlenheizungen und vereiste Ritzel macht man am besten auf die Schnelle mit dem Schraubendreher aus dem Multifunktionstool sauber…

  2. maik sagt:

    Ich habe gestern mein Auto von Schnee und Eis befreit. Da hatte ich schon genug von der Kälte… 🙂

  3. MTBTier sagt:

    Naja Herr Stratmann… sooo verrückt ist das nun auch wieder nicht. 😉

    Was die Fahrtechnik angeht, hast Du Dich intuitiv schon recht gut angestellt. Ich habe schon vor längerer Zeit mal versucht, ein paar Fahrtechniktipps für Schnee und Frost zusammen zu tragen.

    Was das Vereisen des Antriebs angeht, bin ich aktuell auch etwas überfragt. Du als oller Auto-Tuner könntest doch eigentlich wissen, ob es spezielle Schmiermittel mit Frostschutz gibt. Das wäre vielleicht ein Ansatz, der helfen könnte.

    Gegen kalte Füße gibt es ein paar preiswerte Tipps, die zwar nicht auf ganztägigen Touren helfen, aber für 2- bis 3-stündige Ausfahrten gut funktionieren:
    1. Den Schuh innen mit Alu-Folie auskleiden. So wird die fußeigene Wärme wieder an den Fuß reflektiert. Nachteil: Es sammelt sich Feuchtigkeit im Schuh.
    2. Im Schuhhandel/-Discount Thermo-Einlagen kaufen. Damit reduzierst Du den Wärmeverlust über den Metall-Cleat für die Klickpedale. Ich sach ma 5 bis 7 EUR kostet Dich das.
    3. Für 20 bis 30 EUR bekommt man gefütterte wasserdichte Neoprenüberziehschuhe im (Fahrrad-)Fachhandel. Die Einfach über den Schuh ziehen und die Wärme wird nochmal besser im Schuh gehalten.
    4. All diese Sachen mit warmen Füßen in der geheizten Wohnung anziehen und so schonmal 5 Minuten im Warmen warten, bis es rausgeht. Denn wenn die Füße einmal kalt sind, werden sie auf dem Bike nicht mehr warm.

    Aber: Ohne aktive Heizung hältst Du mit diesen Maßnahmen die Auskühlung nicht komplett ab. Du erhöhst nur die Zeit, bis zur unangenehmen Auskühlung. Wie anfangs erwähnt: 2 bis 3 Stunden Biken sind damit trotzdem realistisch.

  4. Jens sagt:

    Für mich war das ganz schon verrückt mich nach der Eis-Schollen-Fahrt wieder aufs Bike zu setzen, einer unserer Kollegen ist bei der Fahrt insg. 6 mal gestürzt… ich will die Selbstbeteiligung der Krankenkasse nicht schon im Januar bezahlen 😉 – Danke für die Tipps!

  5. Lookbehind sagt:

    Ein Tipp für die echten Spaarfüchse: Die Füße in Plastiktüten wickeln. Das hilft die Nässe draußen zu halten. Nasse Füße werden schneller kalt, also sollte man sie trocken halten.
    Ob der Tipp für längere Touren brauchbar ist, weiß ich nicht. Eigentlich ist er für MTBler, die in richtigen Bergen mal ein Schneefeld queren müssen, aber sonnst eher auf eisfreien Trails unterwegs sind.

    Aber nur mal so als Frage, ihr wisst schon, dass man bei Schnee auch rasante Wald-Abfahrten ohne vereisten Antrieb genießen kann oder? Mensch, bei dem Wetter schnappt man sich n Schlitten, und ab auf die Piste xD

  6. In-Grid sagt:

    genau meine meinung! ich hab zwar die“tour“ mitgemacht aber eigentlich nur um zu testen wie damon sich beim radfahren so verhält. mir war nach 10 min auf dem rad schon eisekalt(trotz bewegung) und ganz ehrlich: im schnee macht nur schlitten fahren so richtig spaß!!! oder eben mit skiern in die berge, aber das ist dann etwas teurer 😉
    also leute schnappt euch die schlitten und rauf auf die hügel!! wer weiß wann wir wieder soooo schönes winterwetter haben werden!! und wer keinen schlitten (mehr) hat, ne ollle aldi-tüte tuts auch! 😉

  7. Lutz Balschuweit sagt:

    Ja mein Bike bleibt im Stall. Verbot von Anja.

    Ich soll meine Titanschulter nicht überstrapazieren. Sie weiß halt dass ich immer übertreibe 😉

    Laufen und Wandern geht übrigens im Winter recht gut. Nur so als Tipp!

    Lieben Gruß

  8. Jens sagt:

    Schlittenfahren kann aber auch gefährlich sein 😉 , gewandert wird ja dank Damon genug …

  9. Lookbehind sagt:

    Klar kann Schlitten fahren auch gefährlich sein… soll ja auch Spaß machen :p

  10. Whoopster sagt:

    Grüß dich Jens,

    wie zufrieden bist du eigentlich insgesamt mit dem Nobby Nic Reifen? Fährst du auch auf Teer, oder nur im Gelände?
    Ich hab seit letzter Saison den Smart Sam drauf und finde den persönlich noch besser, v.a. wenn man ein gemischtes Streckenprofil hat (ich fahre 50:50 Teer/Gelände)

    Bloggende Grüße,
    Sascha

  11. Jens sagt:

    Hey Sascha,

    ich fahre beides, hatte vorher ja auch den Smart Sam, bin aber auf Nobby Nic gewechselt, weil der auf Sand und vor allem auf matschigen Untergrund mehr Grip hat.
    Mein Verhältnis dürfte so 75:25 sein (Gelände/Straße).

    Gruß,
    Jens