Mountainbiketour Bielefeld – Oerlinghausen

Ich weiß auch nicht welcher Teufel mich geritten hatte, aber nachdem wir gestern beim Custom Tuning Day in Bielefeld und anschließend im Freibad waren, haben wir uns doch tatsächlich um kurz nach 16 Uhr noch auf den Sattel geworfen… knapp 4 1/2 Stunden, 35km und 330 Höhenmeter später waren wir dann auch wieder „zuhause“ … von Bielefeld ging es durch den Wald über den Hermannsweg nach Oerlinghausen, in Oerlinghausen etwas durch die Landschaft ( dem Tönsberg ) an ein paar Denkmälern ( Ehrenmal auf dem Tönsberg , Kumstonne usw. ) vorbei und wieder zurück.

War hier die Kirche noch weit entfernt, ein Blick über Oerlinghausen:

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Standen wir hier auch schon davor, die Kirche in Oerlinghausen:

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Geile Aussicht in Oerlinghausen vom Tönsberg :

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In Oerlinghausen der erste Schreck, mein Vorderrad verlor Luft, ärgerlich so mitten im Wald. Doch Mark & Lena haben ja immer Ersatz dabei, so konnten wir eine kurze Pause einlegen, Mark zeigte uns mal wie man ein Schlauch in ein paar Minuten wechselt und danach ging es auch schon weiter.

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Auf dem Rückweg gab es eine geile Abfahrt, hier konnten Spitzengeschwindigkeiten von über 50 km/h gefahren werden, Mark & Lena haben dieses auch getan und einen Fussgänger so in Rage gebracht, dass der Wichser das Arschloch der nette ältere Herr sich breitarmig auf den Weg stellte und somit den Weg versperrte…

Ich bremste also ab und wollte in Schrittgeschwindigkeit an ihm (über einen Grünstreifen) vorbei fahren… wie gesagt wollte, denn der Wicher das Arschloch der nette ältere Ureinwohner Anwohner hat mich dann am Rucksack gepackt und vom Rad gezogen, ich konnte mich gerade noch so auf den Beinen halten.

Als ich ihm gerade meine Meinung sagen wollte (man kann ich ein Giftzwerg sein) ( 😉 ) kam Miss Bielefeld und rettete ihn ( 😉 ) … man man man, ich glaube ich habe 10 Minuten später noch Schimpfwörter benutzt die ich hier nicht bloggen möchte, man war ich sauer, jemanden vom Rad zu holen auf Schotter, was da alles hätte passieren können, hätte ich mich hingelegt, hätte ich dem Typen mein Vorderrad gezeigt…

Achja, Grund war : der freilaufende Köter von dem alten Sack älterem Mitbürger der ohne Leine kreuz und quer durch den Wald und halt auch über den Weg (der fürs Fahrradfahren freigegeben ist)  gerannt ist und fast von Mark überfahren wurde… shit happens, wenn der Drecksköter Hund nicht hört, hat er auch nichts auf einem Weg zu suchen – das Herrchen sollte man an die Leine legen und mit Peitschenhieben bestrafen… in Ketten legen und vierteilen… sowas wissen!

Ich bin kein Hundehasser , eher ein Hundeliebhaber – eigentlich bin ich sogar sehr sehr tierlieb, jeder der mich kennt weiß das, aber sowas geht nun wirklich nicht, aber der Hund kann da ja auch nichts für, sondern nur der Halter.

Geschwitzt habe ich auch etwas 😉 hier ein lustiges Beweisbild:

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Ich war nach den 35 km übrigens bereits durch, meine 3 Liter Trinkblase ( Camel-Bak ) die ich übrigens in meinem neuen Rucksack transportiert habe (über den ich morgen noch mal ausführlich bloggen werde) war leer, meine Beine wollten genauso wenig wie ich… also noch schnell in die Wanne, Abendessen und dann ins Bett.

Da muss ich wohl noch viel üben, naja, nächsten Sonntag geht es weiter… man darf ja auch nicht vergessen, es war erst mein 4. mal – im Wald … dafür war es gar nicht soooo schlecht … (es war noch viel schlechter 😉 )05

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8 Kommentare zu „Mountainbiketour Bielefeld – Oerlinghausen“

  1. Andy sagt:

    Ihr seid ja echt verrückt! 😉 Aber Klasse Fotos !

  2. Jens sagt:

    Man muss nicht verrückt sein um so einen Scheiss zu machen, aber es hilft ungemein!

  3. In-Grid sagt:

    ich nenn das nicht verrückheit sondern „GTS“ (=geiler tödlicher sport) 😀
    es macht echt einen mordspaß durch den wald zu heizen und die berge raufzuklettern (sitzend im sattel natürlich) und seinen inneren schweinehund zu quälen, wenn man dann oben ist….und allein dafür das der (bisher total unsportliche) jens bereits zum 4.mal bei dieser tourtur mitmacht muß man ihn lieben 😉 danke schatz…..

  4. Jens sagt:

    unsportlicher Jens ???

    Mordsspaß ???

    innerer Schweinehund ???

    Wassn da los?

  5. Martin sagt:

    Schicker Helm!
    😀

  6. Jens sagt:

    …du mich auch 😉 , das ist mein cooles Piraten Kopftuch 😉 – unterm Helm extrem nützlich!

  7. Micha sagt:

    Hallo, ich möchte mal etwas versuchen ein bißchen Aufklärung zu betreiben.
    Es geht um die Begegnung mit dem „Hundhalter“. Erst mal ein paar rechtliche Fakten:

    Hunde dürfen in Wäldern im Bielefeld Gebiet auf Wanderwegen von der Leine los gemacht werden. Vorraussetzung: Der Hund gehorcht. Ansonsten muss er angeleint sein.
    Im Wald , ohne Wege, sind Hunde anzuleinen.

    Radfahrer dürfen hier mit ihren Fahrädern auch die Waldwege benutzen. Außerhalb von Radwegen ist es ohne Ausnahmeregelung nicht erlaubt mit dem Moutenbike durch den Wald zu fahren.
    Radfahrer habe Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen.
    Dem widerspricht z.B. ein Befahren eines Wanderweges mit ca. 50 Km/ Stunde.
    Und es kommt auch nicht überein, wie in einem TV Spot dargestellt ( von einer Versicherung) dass nur noch der Schutzengel den Fußgänger rettet, weil er die heranrasenden Fahrer nicht gehört hat. Radfahrer dürfen Wanderwege MITBENUTZEN. SIe haben dort keine Vorfahrt!

    Soweit die rechtlichen Aspekte. ( BgB, Landesforstgesetz, Landeshundegesetz NRW, Naturschutzgesetz)

    Ich selber bin jemand der am Waldrand wohnt, und regelmäßig im Wald ist. Mit 2 Hunden. AUf den Monat gesehen verlaufen 8 von 10 Begegnungen mit Moutenbikern anstrengend.

    Eben die Problematik, dass erfahrungsgemäß viele der Menung sind, als Mountenbiker habe man Vorfahrt, und es kann mit höherer Geschindigkeit an Hund und Mensch vorbei gezogen werden. Das ist nicht so. Nun denkt doch mal darüber nach, liebe Raser. Ich will gar nicht an Höflichkeit oder Rücksicht apellieren – würde mich aber freuen, wenn das erkennbar würde. Wenn ich aber mit meinen Hunde an der Leine dort spazieren gehe, wird es schwierig wenn ein Rad mit hohem Tempo auf uns zukommt. Bei einer Leine, die 2 bis 3 Meter Länge hat, under Radfahrer auf dem Radweg, der ca. 2 Meter breit ist, was kann da wohl passieren? Richtig, wenn der HUnd das genau so wenig mag, wenn man fast umgefahren wird geht der an der Leine auf die Bedrohung los. Berechtigt.
    Und wenn ich mich dann mal zu Schutz vor den Hund stellen muss, auch zu Schutz des Radfahrers, und so den Biker anhalte, ihm versuche zu erklären, dann höre ich nur: „kann ich wissen dass der Hund so drauf ist?“ Nein, kann er nicht.
    Und deshlab ein Grund mehr das Temo zu veringern und dem Hundehalter zumidest damit die Möglichkeit geben, den Hund an die kurze Leine zu nehmen, für Mensch und Tier.

    Und nun mal als Anmerkung in dem Bezug.
    Für mich ist das das Thema RÜcksicht da ganz wichtig. Und ich freue mich immer sehr, wenn eine Begegnung damit stattfindet. Wie gesagt, 2 von 10 Begegnungen.

    FÜr mich sieht das z. B so aus:

    Jetzt im Sommer, am Nachmittag, wenn viele Biker unterwegs sind, gehe ich schon den größten Teil durch den Wald direkt, auch wenn ich das nicht muss. Aber ich versuche eben Ärger zu vermeiden. Ganz früh mprgens wage ich mich dann auch noch auf die Waldwege ;.)
    Aber hin und wieder muss auch ich Wanderwege kreuzen.
    Dann halte ich AUsschau nach euch Bikern. Ich versuche dann immer mich an den Rand zu gesellen um Platz zu machen. Lenke die Hunde dann ab und lass euch durch.
    Und das auch gerne. Ich muss nur die Möglichkeit dazu haben.
    Das heißt, wenn ihr von hinten kommt ein kurzes Klingeln( nein, nicht das agressive Bimmeln, was mir sagen soll, ich muss zur Seite springen) dann erkenn ich euch auch.
    Und ansonsten wäre es schön, das Tempo deutlich zu veringern, und im Schritttempo uns zu passieren. WIr machen Platz und keiner bekommt einen Schaden. Man bedankt sich gegenseitig und ist froh. Warum ist das so schwer??

    Vielleicht, die Art, wie der Sport auch an den Mann gebracht wird.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich der eine oder Andere Gedanken darum macht.
    Rücksicht beiderseits ist hier gefragt. Ich tue es auch gern.

    Nur seid euch bewußt, wenn durch rücksichtloser Fahrt ich selbsr oder ein Hund vo mir gefährdert wird, werde ich voll und ganz den Rahmen der gesetzlichen Notwehr in Anspruch nehmen. Ich lasse mich oder meine Hund nicht umfahren.

    Gerne stelle ich mich Gesprächen. Wenn es hilft zu verstehen.

    Gute Fahrt,

    M.

  8. Lutz Balschuweit sagt:

    Was Micha da schreibt gefällt mir sehr gut. So machen es Anja und ich auch.

    Egal ob ich mit dem Bike unterwegs bin oder mit Hund.

    Immer miteinander und wenn das einer nicht will, dann eben auf Konfrontation.

    @Micha
    Danke für diese ausführliche Schilderung ❗