Nachruf: Roberto Müller

“ Der letzte Tweet, der letzte Eintrag: http://bit.ly/bCBQQf “ liest sich wie eine Accountlöschung bei twitter oder eine Blogpause. Doch Roberto wird nun nie wieder twittern , er wird auch nie wieder bloggen und er kann mir auch nicht mehr via ICQ oder Skype mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer auf Roberto’s Blog (der Link ist in der Blogroll) geht, kann seinen Abschiedsbrief lesen sowie ein paar Zeilen von einem Freund. Er hat sogar noch über seinen eigenen Selbstmordplan geschrieben, da lief es mir schon kalt den Rücken runter.

Ich kannte Roberto nicht aus dem Real Life, wir hatten „nur“ Kontakt via den ganzen Web 2.0 Tools, aber ich bin gerade richtig real traurig. Roberto hatte damals sich für Hannes (dem Schaaf) beworben, aus dem Grund hatten wir eine Zeit lang etwas intensiveren Kontakt, aber gekannt habe ich ihn natürlich nicht. Mir ist zwar seine Blogpause aufgefallen, aber ich habe gedacht das hätte etwas mit seinem Internetproblem zu tun.

Was muss ein 19 jähriger Junge gedacht haben? Was muss er mitgemacht haben, wenn der Suizid sein letzter Ausweg war.

Die Frage bleibt nun für immer unbeantwortet, wenn man nun in seinen alten Tweets (@robertomueller) stöbert kann man natürlich in viele etwas reininterpretieren, aber das will ich nun gar nicht tun.

Ich sage nur noch leise: Adios!

10 Kommentare zu „Nachruf: Roberto Müller“

  1. derLautrer sagt:

    Hab heute bei Twitter von seinem Tod erfahren und war wirklich geschockt. Auch ich kannte ihn nur aus dem Netz und hatte nur flüchtig Kontakt mit ihm. Aber er schien ein netter Kerl zu sein. Sehr hilfsbereit. Und wie Du schon schreibst, man macht sich viele Gedanken…

    Ich hoffe, es geht ihm besser, da wo er jetzt ist…

  2. Spacefalcon sagt:

    Der Tod war und ist immer was endgültiges, für den Augenblick betrachtet.

    Aber, die Zeit heilt Wunden, auch wenn sehr tiefe Narben bleiben, die nie verschwinden werden, und so geht das Leben irgendwie weiter, für jeden auf seine Art und Weise.

  3. Marc sagt:

    Dieser Brief ist… hart.
    Fehlen mir die passenden Worte.

  4. Markus sagt:

    Mir fehlen die Worte 🙁

  5. Nadine sagt:

    Soo jung und doch muss er wohl soo alleine gewesen sein 🙁
    Roberto hat sich für Sich, für ein bessere Leben entschieden, ich hoffe, er hat es jetzt gefunden.
    Ruhe in Frieden!

  6. Tanja sagt:

    Ich kannte ihn nicht, habe aber vorhin seinen Abschiedsbrief gelesen und bin schon auch etwas geschockt. Trotzdem… es war seine Entscheidung und die möchte ich als solche respektieren und mich anschließen: Adios, machs gut, ich hoffe es geht Dir jetzt besser!

  7. sandra sagt:

    leider ist das ein phänomen unserer gesellschaft, dass es im grunde keinen interessiert wie es anderen geht, hauptsache mir geht es gut! passiert sowas heulen plötzlich alle auf und fragen sich warum. entschließt sich ein mensch das leben zu nehmen, muss schon mehr gewesen sein, aber wen interessiert das???
    zeigt ein mensch schwäche wird sich noch drüber lustig gemacht oder gemobbt anstatt hilfe anzubieten!
    prominente beispiele gibt es ja auch genug zu diesem thema …

  8. Lutz Balschuweit sagt:

    Also mir ist der Typ egal. Nur mal so am Rande.

    Ich bin auch überhaupt nicht sozial eingestellt und ich will auch keinem helfen. Außer meiner Familie.

    Eigentlich würde ich am liebsten im Wald in einer Hütte leben und weit und breit kein Mensch zu sehen.

    Geht nur leider nicht mehr, weil sich überall jemand rumdrückt…

    Aber wie gesagt — Nur mal so am Rande

  9. Kalliey sagt:

    Habe eben erst davon auf seinem Blog gelesen, sehr schade und sehr traurig.

  10. Man kennt sich oder kennt man sich doch nicht | Schatzis Blog sagt:

    […] bin ich in meinem Feedreader über einen Blog-Artikel von Jens gestossen, der mich traurig und zugleich sehr nachdenklich gemacht hat. Man kennt sich, man kennt so […]