Öko? Bio? Na klar! Aber nicht wenn es ans bezahlen geht…

Heute morgen war ich in einem örtlichen Discounter, dort gibt es auch Bio-Artikel von einer Eigenmarke und die Dame vor mir, die hatte davon zahlreiche Sachen gekauft, scheinbar war ihr der biologische Anbau wichtig, event. hatte sich auch nur Angst vor EHEC, wer weiß das schon. Die Aussage: „Ups, jetzt habe ich meinen Jute Beutel vergessen!“ lies mich aber vermuten, dass die Dame auch die Resourcen schützen und die Bestände schonen möchte, löblich. Da sie ja den Beutel vergessen hatte, musste sie zur Tüte greifen. Da gab es 2 zur Auswahl, eine „normale“ für 10 Cent oder eine ökologisch vertretbare, da verottbare für 39 Cent. Tja, ihr könnt es sicherlich ahnen, es wurde die Tüte für 10 Cent, denn die 29 Cent steckten für den aktiven Umweltschutz nicht mehr drin.

Beim Autokauf ist es doch ähnlich, Hand aufs Herz wer von euch hat sich ein Auto aus ökologischen Gesichtspunkten gekauft? Da können die Hersteller noch so viele innovative Ideen auf den Markt bringen, schlussendlich wird das Fahrzeug gekauft welches gefällt und zum Geldbeutel passt. Der Opel Ampera z.B. ist sicherlich ein tolles Auto, kostet aber leider das doppelte wie mein zukünftiger Wagen. Ich persönlich bin auch so eine kleine Umweltsau, ich steh da sogar zu, wenn ich es nicht irgendwie vermeiden kann, dann fahre ich mit dem Auto. Das letzte mal im Bus saß ich nur mit viel Protest, die letzten Zugfahrten haben mich massiv genervt und sind wir doch mal ehrlich, wenn ich mit anderen Leuten schwitzen möchte, ja dann geh ich in eine Sauna oder lege mich ins Freibad und setze mich nicht in einen ICE.

Das neue Fahrzeug ist ein sparsamer Diesel und sogar mit Start / Stop Automatik, diese habe ich bewusst gewählt um Schadstoffe einzusparen, denn ich gehe davon aus, dass so eine Start und Stop Automatik sicherlich den Verschleiss der Batterie und von dem Anlasser negativ beeinträchtigen wird. Aber nun interessiert mich mal wirklich: Wieviel Öko, wieviel Bio, wieviel Birkenstocksandale steckt in euch?

4 Kommentare zu „Öko? Bio? Na klar! Aber nicht wenn es ans bezahlen geht…“

  1. Melvenue sagt:

    Also ich kaufe das was schmeckt und was nicht unbedingt das teuerste ist. Habe auch schon mal Bio-Kartoffeln gekauft, ebenfalls im örtlichen Discounter, die Teile haben geschmeckt wie sau… aber nun gut. Ich finde schon dass gerade was die Ernährung betrifft, man das ein oder andere gesunde Produkt hin und wieder mal auf dem Speiseplan haben sollte. Ich möchte in Zukunft versuchen so das ein oder andere vielleicht selbst anzubauen, Platz haben wir ja genug.

    Was die Frage betrifft ob Bio in den Geldbeutel passt… nun, ich versuche schon Preisbewusst zu kaufen, kaufe aber ungern Billig-Mist. Gehe eigentlich recht selten zum Discounter, weil ich dann anschließend meist noch in den Supermarkt muss, weil sie im Discounter vieles nicht haben.

    Wie man vielleicht so ein wenig raus liest, versuche ich das perfekte Mittelmaß zu finden, wenn Bio besser schmeckt dann gerne Bio, aber nicht des Bios wegen. Gesund und bezahlbar sollte es sein. Ich kaufe im übrigen generell keine Tüten an der Kasse, habe immer ganz vorbildlich meinen Einkaufskorb dabei, und wenn es noch etwas mehr sein darf, dann eben noch ne Kiste im Auto um meine Einkaufe zu transportieren.

  2. Beany sagt:

    Oh ich würde gern mehr für die Umwelt tun. Ich würde mich auch gern ein Elektroauto anschaffen mit dem ich zur Arbeit und wieder heim fahren kann. Mit Solarzellen auf dem Garagendach, die ein Batteriepaket laden, welches nachts mein Elektroauto auflädt, damit ich morgens wieder zur Arbeit fahren kann.

    Ich finde die Idee super nur leider ist es nicht bazahlbar. Suche Dir mal ein schönes Elektroauto aus. Hast es ja selber gesagt, der neue Opel kostet mehr als Dein aktuelles Auto. Der Staat gibt einem nichts dazu, reduziert nun sogar wieder die förderung für Solaranlagen und auch mein Energieversorger klagte neulich, daß er den Strom wieder teurer machen müsse, weil die bösen Eigenheimbesitzer sich sooooo viele Solarzellen aufs Dach geschraubt haben…

    Und jetzt, wo der Atomausstieg beschlossene Sache ist, kündigen sie schon wieder an, daß der Ausstieg und die Investition in erneuerbare Energien uns richtig Geld kosten wird, soviel steht jetzt schon fest.

    Also ist am Ende des Tages die Frage nach „wieviel Bio steckt in Dir“ mit „je nachdem wieviel Kohle ich hab“ zu beantworten.

    LG

    Beany

  3. MauzePow sagt:

    Na da bin ich doch gefragt als Studentin im Bereich Landschaftsökologie & Naturschutz! Ich denke, mit dem Studium tue ich schon etwas für die Natur, weil ich sie ja dann zu meinem Beruf machen möchte.

    Wir kaufen ab und zu Bio-Produkte, jetzt nicht übertrieben, aber teils schmecken sie besser, sehen besser aus und die Verpackungen sind kleiner. Was sollen mein Freund und ich bitte mit 2,5 kg Kartoffeln? Da nehm ich doch lieber den 1,5 kg Bio-Kartoffel-Sack oder kaufe sie im Edeka einzeln. Oder man kauft sie direkt bei regionalen Händlern. Die haben aber oft unverschämte Preise! (5,40 € pro Kilo Erdbeeren – da wart ich noch bis sie günstiger werden!)

    Wir haben in der ganzen Wohnung nur LED-Lampen, weil die energiesparender sind. Unser Auto „frisst“ lediglich 4,5 l und ist auch im CO2-Ausstoß ne kleine – wie Jens so schön sagt – „Umweltsau“! Aber mein Freund fährt auch sofern es das Wetter es zulässt mit dem Rad oder Motorrad zu Arbeit. Ich nutze fast täglich die Bahn!

    Also, ich denke, wir leben schon relativ bio! ^^

  4. Matze sagt:

    Moin zusammen,

    also ich würd unseren Haushalt schon als recht nachhaltig und bewußt bezeichnen.
    Wir haben ein kleines Häusschen, welches wir ausschließlich mit Holz beheizen. Das kommt uns sogar günstiger als die Öleinzelöfen, die vorher drin waren. Strom haben wir zu 100% aus Wasserkraft, welcher sogar weniger kostet als der Atomstrom der EnBw.
    Mein kleiner Flitzer begnügt sich mit ca. 6 Liter SuperPlus auf 100 km. Meistens bleibt er aber stehen und ich nehme das Fahrrad oder gehe zu Fuß.
    Beim Lebensmittelkauf achten wir auf nachhaltige und regionale Produkte. Die Eier sind von den eigenen Hühnern und die Milch vom Bauern hier im Ort.
    Ich bin der Meinung, dass man sein Leben auch ohne große Umstellung nachhaltig gestalten kann.
    Vielen leben im Überfluß und schmeißen die Reste dann in die Tonne. Wir kaufen Mengen die wir verbrauchen können, so fliegt nix in den Müll und wir haben ein gutes Gewissen ;o)

    Grüße

    Matze