Reibeplätzchen auf Brot mit Apfelmus… untypisch?

Ich erzählte heute meiner besten Freundin, dass ich mir gerade Reibeplätzchen mache, so weit nichts ungewöhnliches, aber als ich Ihr heute auch noch erzählte, dass ich die auf Brot mit Apfelmus & Zucker esse kam nur von Ihr ein:

beste Freundin ‎(19:56):
auf Brot mit Zucker?!?!? Wie ekelig bist du denn??

Ja, wie ekelig bin ich eigentlich?? Ist das so untypisch? Reibeplätzchen auf Brot mit Apfelmus wird doch heutzutage in jedem gutem Restaurant angeboten, oder bin ich da wirklich so untypisch?

Wer nicht weiß worüber ich rede, hier mal zwei Bilder:

So sehen die kleinen leckeren Dinger dann in der Pfanne aus, wenn die noch schön etwas in heißem Öl schwimmen dürfen:

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…und so sieht dann mein Teller aus:

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lecker lecker… ich nutze übrigens tiefgekühlte Reibeplätzchen die man nur in die Pfanne werfen muss, die sind zwar nicht so lecker wie frisch zubereitete, aber der Aufwand ist mir dann doch zu hoch. Achja, den Gestank aus der Wohnung bekommt man mit gutem lüften relativ schnell raus.

14 Kommentare zu „Reibeplätzchen auf Brot mit Apfelmus… untypisch?“

  1. Moosi sagt:

    „Reibeplätzchen“ hab ich noch nie gehört. In Bayern sagen wir „Reiberdatschi“ und auf hochdeutsch „Reibekuchen“ 🙂

    Ich esse sie mit Apfelmus und die Variante mit Brot kenne ich gar nicht!

  2. In-Grid sagt:

    @moosi:
    ich kannte die version auch noch nicht. aber der jens erfindet ja immer wieder mal neues 😉
    damit beweißt er der welt, wie kreativ doch so ein singlehaushalt „kochen“ kann *fg*

  3. Jens sagt:

    @In-Grid:
    Die ess ich so schon seit über 20 Jahren… unverändert… also nichts „neues“ 😉

  4. Alex sagt:

    Auf Brot mag ich mir die Dinger jetzt nicht zwingend vorstellen, aber ansonsten mag ich das Zeug auch sehr gerne 🙂

    Wobei: neulich haben wir die fertigen Dinger in der Küche neben dem Büro (passenderweise ’ne offene Küche…) gemacht und es hat dermaßen eklig gestunken, dass wir freundlichst darauf hingewiesen wurden, „solche Geruchsbelästigungen künftig zu vermeiden“ *räusper*

  5. Jens sagt:

    Ja, die stinken schon etwas in der Herstellung… apropo, ich muss immer deinen Homepagelink berichtigen, http.//alexchen… funktioniert nämlich nicht, event. mal ändern in den Cookies?!

  6. bierskoda sagt:

    Grundsätzlich: Selbstgemachte Reibekuchen schmecken 100 Mal besser. Und soviel Arbeit ist das auch nicht, wenn man eine der Superreiben nimmt, mit Reste-Halter gegen abgeriebene Hautflächen, die sich wegen der Rotfärbung im Kartoffelteig nicht so gut machen. Die Zwiebeln werden auch ratsch-ratsch dazugerieben, Eigelb und Gewürze rein und dann in die Pfanne. Geht doch ganz leicht.

    Zur Variante mit Brot: Kenne ich mit warmen und kalten Reibekuchen. Für mich das optimale Genusserlebnis: Eine längliche Mehrkorn-Scheibe im Toaster auf Stufe 6 rösten und dann noch mal (muss aber nicht sein) Stufe 3. Erkalten lassen, Butter drauf und dann mit heißem Reibekuchen belegen. Butter läuft zwar weg und oft genug durch die Scheibe, aber das ist wirklich ein Geschmackserlebnis. Zusätzlich Apfelmus auf die Reibekuchen ist eine andere Variante.

    Und weil wir gerade beim Brotessen sind: Mehrkornbrot wie oben beschrieben rösten und erkalten lassen, Butter drauf und dann scheibchenweise mit kalter Götterspeise belegen. Aber nicht den kalt angerührten Wackelpudding, sondern Götterspeise, die man im total heißen Wasser auflösen muss (Dr. Oetker, Ruf, Pollak,und noch einige andere) und dann stundenlang kaltstellt. Oder gekaufte von Dr. Oetker. Wichtig ist, dass die Götterspeise fest ist. Schmeckt himmlich. Problem ist nur: Das schmeckt so gut, vor allem, wenn man verschiedene Sorten zur Verfügung hat, dass man sich rund futtert.

    Ein Gag bei der Präsentation von Götterspeise: Durchsichtige Plastikbecher sammeln und total reinigen. Dann drei Sorten Götterspeise in oben beschriebener Qualität im Abstand von etwa drei Stunden anrühren und kälter werden lassen. Zuerst Waldmeister zu einem Drittel in die Becher füllen. Ist diese total fest, dann die inzwischen kalte, aber noch flüssige Zitrone bis auf zwei Drittel auffüllen. Zum Schluss das Gleiche mit der Himbeer- oder Kirschgeschmack-Götterspeise.
    Der Obergag: Becher mit Waldmeister schräg stellen, fest werden lassen, Zitrone nachfüllen, andersherum schräg stellen und festwerden lassen, zum Schluß mit Rot auffüllen. Ist was für loyds, die nichts anderes zu tun haben. Sieht aber total geil aus.

  7. Jens sagt:

    Hey Udo, hast du davon mal ein Bild??? Auf die Butter verzichte ich aber ;)… auch wenn ich dir nicht die Butter vom Brot nehmen möchte…

  8. Moosi sagt:

    gerade fällt mir das Wort ein, das meine Oma (die aus Königsberg/Ostpreußen stammte) für Reibekuchen anwandte: Flinsen. Ich hab diesen Begriff sonst auch nie wieder gehört.

  9. bierskoda sagt:

    @moosi: Stimmt! Meine Oma aus Ostpreußen hat auch diesen Begriff immer wieder benutzt: „Flinsen“.
    Und als sie alt war, konnte sie kaum noch sehen, obwohl sie eine Brille hatte. Hat sich mein Onkel mal die Brille angesehen und festgestellt, die hatte auf den Gläsern eine dicke Fettschicht. Da sagte die Oma, sie mache sich so oft „Flinsen“, und dann spritzt das Fett, und sie hat es immer von der bespritzten Brille weggerieben. Anscheinend nicht richtig, und so schaffte sie es, nach vielen „Flinsen“-Braten die Fettschicht immer stärker werden zu lassen. Nach der Reinigung war sie total happy und erzählte uns, sie könne auch wieder die Zeitung lesen. Wir lagen auf dem Boden vor Lachen.

  10. bierskoda sagt:

    @ Jens: Natürlich sollen die Alten keine Butter, sondern Margarine essen. Tue ich ja auch. Nur, im Rezept schreibt man meistens Butter, kaum Margarine.
    Frage: Ein Bild von dem Mehrkornbrot mit Götterspeise?

  11. Jens sagt:

    Genau, ein Bild von dem Brot mit der Götterspeise 🙂 – ich verzichte sogar auf Margarine 🙂

  12. Alex sagt:

    Öhm, und wie mach ich das…???

  13. Jens sagt:

    was genau?

  14. bierskoda sagt:

    @Alex: Wenn man beispielsweise Götterspeise von Oetker kauft, öffnet man den Becher und schneidet mit einem Tafelmesser mit Wellenschliff schräg anfangend flache Scheibe nach flacher Scheibe ab und legt diese auf die angetoastete und bestrichene Brotscheibe. Wellenschliff ist wichtig, denn das Auge isst mit, und der Wellenschliff hinterläßt auf den Götterspeisenscheiben von beiden Seiten ein schönes Muster, dass sich anschließend im Licht auf der Brotscheibe bricht. Sieht wild aus! Brotscheibe waagerecht halten (sonst waren die Götterspeisenscheiben die längste Zeit auf dem Brot) und reinbeißen. Kauen, genießen und runterschlucken.