Steuern sparen durch Immobilien? Wohin mit dem Geld wenn die Krise kommt?

Heute musste ich schmunzeln, stand ich am Zeitschriftenregal im örtlichen Supermarkt und auf einigen Wirtschaftszeitschriften stand geschrieben: „Wie bringen Sie Ihr Geld durch die Euro Krise?“ oder auch „Jetzt Immobilien kaufen?“ … die Masche mit der Angst zieht scheinbar immer noch. Ganz ehrlich? Ich möchte aktuell nicht reich sein, denn dann hätte ich vermutlich auch Angst um mein Vermögen. Eine eigene Immobilie ist natürlich eine Art sein Geld vor der Krise zu schützen, denn irgendwo wohnen muss man – egal ob das Bundesland, der Staat oder der Kontinent nun Pleite geht.

Früher war ja mein Traum immer so ein altes, verlassenes Industriegebäude zu kaufen. Das hätte ich dann gerne zu einer Art „Lenkwerk“ oder „Meilenwerk“ umgebaut. Die alten Gebäude mit ihren hohen Decken und dem Charme der „guten alten Zeit“ haben auch heute noch eine große Anziehungskraft auf mich und so treibe ich mich gerne in solche Gemäuern rum. Ich finde die auch als Fotomotiv sehr ansprechend, gerne als Hintergrund für ein Fahrzeug das ich fotografiere. Klar, neue Gebäude sind auch toll, aber den richtigen Charme versprühen doch nur die alten Immobilien, die (am besten wie die Fahrzeuge) eine Geschichte zu erzählen haben. Geprägt wurde ich durch den letzten Standort der Firma bei der ich mal tätig war. Wir sind auf eine Art Industriehof gezogen, ein ehemaliger Bauernhof der umgebaut wurde und von uns als Büro, Lagerraum und Werkstatt genutzt wurde. Was soll ich sagen? Hohe Decken – hohe Anziehungskraft und selbst die Japaner wollten gar nicht mehr weit weg fahren und haben die eigenen Wände als Kulisse genommen für die Magazin-Bilder:

Gekauft wurde allerdings kein denkmalgeschütztes Haus, hätte ich damals allerdings gewusst, dass man damit sogar Steuern sparen kann, hätte ich eventuell anders agiert. Hier gibt es einen Steuer-Rechner und weitere Informationen über Denkmalschutzimmobilien.

Wusstet ihr eigentlich das jedes Bundesland für sich entscheidet was ein Denkmal ist? Also eine Immobilie die in Bayern ein Denkmal sein könnte muss in NRW noch lange keins sein oder umgekehrt. Schon paradox, oder? Nun ja, so ein schönes Fachwerkhaus hätte schon was, oder ein alter umgebauter Bauernhof. Mit viel Platz und Stellfläche (für mein eigenes automobiles Museum).

Die Sanierungskosten von so einer denkmalgeschützten Immobilie kann der Besitzer unter gewissen Auflagen abschreiben, bei Eigennutzung bis zu 90% – ich sag ja, hätte ich das eher gewusst. Bei so einem Hauskauf (gerade wenn man ein älteres Haus erwirbt) geht in die Sanierung nämlich auch noch mal ein richtiger Batzen Geld. Hand aufs Herz, die ersten zwei Kalkulationen stimmen meistens nicht, am Ende ist halt immer noch was – was dann unbedingt gemacht werden muss. Wenn man dann mal „fertig“ ist fällt die Heizung aus oder die Waschmaschine geht kaputt. Murphys Law schlägt bei Hausbesitzern immer wieder zu.  Unsere Waschmaschine ist auf jeden Fall kein Denkmal geworden, die neue wird es vermutlich auch nicht… daran denke ich nicht mal!

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