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Marco fuhr für Rad-ab.com den Ford Focus Ecoboost …

Mittwoch, 28. März 2012

Wisst ihr worüber ich mich am meisten freue? Das Rad-ab.com sich nie auf eine Marke festgelegt hat, wir sind immer für alle Marken offen gewesen und werden dieses auch in Zukunft bleiben. Da ich während des Genfer AutoSalons 2012 für Opel tätig war, hat Marco (der Co-Pilot von Rad-ab.com) sich den Ford Focus Ecoboost vorgenommen. Hier noch mal ein kleiner Gastbeitrag von Marco für diesen Blog, weiterführende Informationen findet ihr unten…

Ganz neu ist der aktuelle Ford Focus sicherlich nicht mehr, dafür aber das Triebwerk, das weitere Teilnehmer und ich in Dörfern und auf den Landstraßen und Autobahnen Frankreichs und der Schweiz auf Herz und Nieren prüfen durften. Unter der Haube des Kompaktklassewagens aus Saarlouis (der kommt nämlich gar nicht aus Köln, wie viele Leser sicherlich glauben) kommt ein für diese Fahrzeugklasse eher ungewöhnlicher Motor zum Einsatz: ein Dreizylindermotor mit gerade einmal einem Liter Hubraum.

Dennoch ist der Motorraum keinesfalls leer, denn schließlich wollen Dinge wie zum Beispiel der Turbolader, der dem Motor zu ausreichender Leistung verhelfen soll, auch irgendwo untergebracht sein. Einzig der Rumpfmotor wirkt mit seinen Anbauten ein wenig schmal.

Dank des genannten Turboladers sowie einer Benzindirekteinspritzung bringt es der kleine Motor des Ford Focus Ecoboost auf stolze 125 PS, die sich beim Betätigen des Startknopfes einmal kurz durch ein Erhöhen der Drehzahl bemerkbar machen, bevor es im Wageninneren erstaunlich ruhig wird und der Blick zwangsläufig Richtung Drehzahlmesser wandert, um zu überprüfen, ob der Motor noch läuft. Das war es, wovon der Ingenieur am Vorabend bei der Präsentation „seines“ Motors o schwärmte: im Stand und im Rollbetrieb ist der Dreizylinder erstaunlich ruhig und auch die Laufruhe an sich ist für solche Aggregate eher untypisch.

Wie eingangs erwähnt, konnten wir den Ford Focus 1.0 Ecoboost in sämtlichen Verkehrssituationen testen, einzig eine Großstadt war nicht dabei. Dort wird sich der Ford aber auch kaum anders präsentieren als an den Baustellen oder Ampeln in den kleinen Dörfern. Auf der Autobahn ging es aufgrund des in den Nachbarländern herrschenden Tempolimits auch eher ruhig voran, was dem Motor ebenfalls keinerlei Mühe bereitete.

Spannend war es auf den Landstraßen, die uns auf der bergigen Strecke mal auf, mal ab fahren ließ. Weite Kurven, aber vor allen Dingen die engen Haarnadelkurven bereiteten besonders viel Vergnügen. Der Turbolader verhalf dem Motor beim Herausbeschleunigen ordentlich aus der Kurve, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Ein Turboloch, wie man es früher kannte, war nicht zu vernehmen, das Drehmoment soll recht früh anliegen, auch wenn wir festgestellt haben, dass untertouriges Fahren nicht wirklich viel Spaß macht.

Der Motor steht also einem konventionellen Aggregat mit mehr Hubraum und ähnlicher Leistung kaum in etwas nach, dafür soll der Verbrauch aber geringer sein, wenn man ein wenig den Schaltvorschlägen des Wagens folgt und nicht die ganze wie ein „Wahnsinniger“ auf Frankreichs Bergstraßen unterwegs ist. Das macht den Focus mit seinem kleinen Einliter und dem serienmäßigen Start-Stopp-System durchaus zu einer vertretbaren Alternative.

So, zum Rad-ab.com Beitrag geht es hier: Ford Focus 1.0 Ecoboost