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Test: Krämer KR-G6 – 2-Din Nachrüstgerät Golf – Passat – Caddy – Touran etc.

Sonntag, 25. September 2011


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Krämer KR-G6 Test:

Seit ca. 2 Monaten habe ich ja nun einen VW Caddy. Bei der Bestellung des Fahrzeuges habe ich bewusst auf ein teures Radio aus dem Volkswagen Konzern verzichtet, denn ich wusste schon damals, dass es Nachrüstgeräte gibt, die oft mehr bieten und weniger kosten.

Für diesen Test bekam ich ein Radio, besser gesagt ein Doppeldin Radio für aktuelle VW Fahrzeuge. Das Krämer KR-G6 Radio-Navigationssystem verfügt über ein 7″ Touchscreen Display, einem einfachen FM-/AM- Stereo Radio Tuner, einem CD / DVD Player mit der Möglichkeit natürlich auch MP3s abzuspielen. Ausserdem verfügt das KR-G6 über ein Navigationssystem und eine Bluetooth Freisprecheinrichtung. Über die CAN-Bus Anbindung kann die (eventuell vorhandene originale) Lenkradfernbedienung genutzt, die Park Distanz Kontrolle angezeigt und die Klimasteuerung visualisiert werden. Damit wäre das KR-G6 eine Alternative zu den 2-DIN wie RNS310, RNS315 oder RNS510 Radios. Damit quasi ähnlich wie die 2-DIN Golf, bzw. 2-DIN Passat Radios. Das Doppel-DIN Radio passt natürlich nicht nur in den VW Golf, VW Passat oder den VW Caddy. Sondern in alle aktuellen VW Modelle mit Quadlockanschluss.

Der Ausbau vom serienmäßigem VW Radio:

Davor hatte ich ja schon fast etwas Angst, zu schlechte Erfahrungen hatte ich früher gemacht. Ich kann mich noch gut an aufgerissene Hände erinnern, nur weil ich damals durch den Schacht das Antennenkabel wiederfinden musste. Da hat sich allerdings einiges getan. Das serienmäßige Radio muss für so einen Test / Einbau natürlich erstmal weichen. Dafür habe ich die Plastikverkleidung ausgeklipst:

Hier könnt ihr ganz deutlich die gelben Clipse erkennen, dort ist die Verkleidung eingeclipst. Anschließend müssen die 4 Torx Schrauben gelöst werden:

Das war es schon, musste man früher da mit irgendwelchen Radiohebeln das Radio herausziehen könnt ihr das Radio so nun einfach herausziehen. Hinten findet ihr dann den Quad-Stecker von VW. Öffnet einfach den Hebel und schon könnt ihr diesen Stecker herausziehen:

Nachdem ich das Antennenkabel noch abgezogen habe war der Doppeldin-Schacht frei.

Der Einbau vom KR-G6 Radio:

Vor der Montage muss man beim Krämer KR-G6 noch die beiden Sicherungsschrauben herausschrauben:

Nun startet das Plug & Pray Spiel, d.h. ihr steckt den Quad-Stecker von VW in einen Adapter, dieser kommt ins Radio. Die Antenne kommt an ein Extra-Kabel, zusätzlich muss der Can-Bus Adapter eingesteckt werden. Die GPS Antenne möchte natürlich auch noch verstaut werden. Ein großer Vorteil: Ihr müsst die GPS Antenne nicht wirklich verlegen, ich habe diese einfach mit dem Magnetfuß auf dem Radio befestigt. Der VW Caddy ist scheinbar so schlecht abgeschirmt, dass die GPS Signale ohne Probleme durchdringen. Anschließend könnt ihr noch weitere Kabel verlegen. Das KR-G6 von Krämer verfügt nämlich noch über weitere AV-Eingänge. Auch ein Kabel für den iPad / iPhone / iPod Dock Connector möchte gerne verlegt werden. Das habe ich mir gespart, denn ich wollte hier ja schließlich das Radio kurz antesten, also Stecker rein und dann nix wie rein mit dem KR-G6 in den Doppeldinschacht.

Das Radio wird an den originalen Befestigungspunkten wieder festgeschraubt, ihr müsst euch also keine Halter extra bauen. Bis dahin kann man von Plug & Play sprechen. Wer den Canbus Adapter vergessen hat anzuschließen darf das Radio noch mal ausbauen, denn dann startet das Radio nicht. Sprich: Auch wer nicht auf die Canbus Funktionen zugreifen möchte / kann, muss den Adapter anschließen und verstauen. So sieht es dann aus wenn das Radio montiert ist:

Wie ihr seht fügt es sich gut in die VW Optik ein, auch bei der Beleuchtung haben die Entwickler an die VW Farbe gedacht, denn Nachts sind alle Katzen grau und die Radiobeleuchtung auf Wunsch rot:

Die Funktionen vom KR-G6:

Ich habe lange hin und her überlegt wie ich euch am besten die Funktionen erklären kann, denn eigentlich sollte ich gar kein Video für dieses Radio erstellen. Man macht ja alles für die Leser, also habe ich mich hingesetzt und euch versucht in diesem iPhone Video (kein Scherz, ist mit dem iPhone gefilmt) die Funktionen vom KR-G6 näher zu bringen:

KR-G6 Testergebnis:

Nun habe ich das Radio ein paar Stunden getestet, das hat mich gestört bzw. begeistert: Mich hat die Zeit gestört. Die Zeit die das Radio benötigt hat um eine CD zu lesen, die Zeit die benötigt wurde um das Navi zu starten und das ganze auch wenn man zwischendurch hin und hergeschaltet hat. Das KR-G6 bietet natürlich eine Menge Features, die würde ich z.B. gar nicht alle nutzen. Loben möchte ich das aktuelle Kartenmaterial von Europa Tele Atlas, das ist wirklich recht aktuell und zeigt auch mehr „Interessante Orte“ als z.B. die Navigon App die ich auf meinem iPad habe.

Ich habe die Bluetooth Telefoniefunktion mit dem Radio getestet, der fairnesshalber mit 3 verschiedenen Personen. 2 davon haben mich gefragt warum ich so blechernd und leise klinge, vermutlich ist das eingebaute Microphon schuldig , denn normalweise telefoniere ich über ein Headset, welches natürlich näher am Mund ist.

Das iPhone ließ sich via Bluetooth ohne Probleme mit dem KR-G6 verbinden, das voreingestellte Passwort ist wie immer „0000“ und wird im iPhone als G6 angezeigt.

Ich kann vorne ein MicroUSB Kabel anschließen, über das Kabel dann z.B. einen USB Stick. Ich könnte auch vorne eine weitere microSD Karte einschieben und von dieser MP3s, Videos oder Bilder abspielen. Warum nicht normal USB? Warum nicht eine SD-Karte? Ich habe sämtliche Bilder auf SD-Karten und benutze wenn überhaupt auch einen normalen USB Stick. Natürlich habe ich das Radio nicht nur im Stand getestet. Bei der Fahrt über eine Baustraße (einige Schlaglöcher) stoppte auf einmal das Lied (von CD) und das nächste fing an. Ärgerlich, denn ich wollte gerade mitsingen ;). Gut, der VW Caddy verfügt über Blattfedern und eine Starrachse, mögen wir es mal auf den Nutzfahrzeugcharakter vom VW Caddy schieben.

Loben möchte ich den Service von Krämer Automotive, ich hatte bei der Montage nämlich den CANBus Adapter nicht angeschlossen, daraufhin funktionierte das Radio nicht. Der Fehler wurde von dem Fachpersonal am anderen Ende der Leitung sofort entdeckt. Hätte ich die FAQs der Webseite durchgelesen, hätte ich es natürlich auch gewusst. Doch im Auto habe ich mich für den Anruf entschieden. Die Mitarbeiter waren nett, freundlich und kompetent. Das durfte ich gleich zwei mal erfahren / testen. Denn ich musste ein 2. mal anrufen, denn das Navigationssystem schrie erst noch nach einem Pfad. Auch das steht in den FAQs auf der Firmenwebseite, doch auch hier hab ich mich für den Anruf entschieden. Ihr merkt schon, ich teste recht gründlich.

Aus urheberrechtlichen Gründen zeige ich euch keine Bilder von der DVD Funktion, die funktionierte. In den Einstellungen kann man auch andere Regionen einstellen. Einstellen kann man da sowieso recht viel, auch eigene Hintergründe wären wohl möglich, auch wenn dies bei mir nun nicht funktioniert hatte. Vermutlich ein Bedienungsfehler, denn beim Windowssystem ist ja stets der Anwender schuld 😉

Gründlich wie ich bin, habe ich mich auch mal auf die Suche nach Mitbewerbern gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass das KR-G6 sogar bei VW gelistet ist. Das heißt, ihr könntet das Radio auch bei VW beziehen. Da ist mir aufgefallen, dass es Händler gibt, die das Radio günstiger anbieten. Denn offiziell liegt der empfohlene Verkaufspreis bei 1099 €. Also wen die oben kritisierten Punkte nicht stören, der kann ja mal Tante Google benutzen. Das Radio kann man wie gesagt auch via VW beziehen und dort montieren lassen.

Eines hätte ich fast vergessen, von dem serienmäßigen Radio von VW war ich gewöhnt, dass es sofort anging. Sprich ich startete den Motor und noch bevor ich den Gang eingelegt hatte dudelte auch schon die Musik. Das Krämer KR-G6 benötigt (vermutlich wegen dem Windows System) etwas Zeit um hochzufahren. Es mögen zwar nur ca. 20 Sekunden sein, aber auf dem Weg zur Ampel ist das schon eine gefühlte Ewigkeit in der „Wir haben doch keine Zeit“-Welt!


Der Umbau:

Nach dem Test ist vor dem Test, denn ich musste natürlich das Radio wieder ausbauen und gegen das originale VW Radio ersetzen, also noch mal die Blende abmachen, wieder die Schrauben und Stecker lösen und und und… für alle die Angst vor dem Stück Plastik haben, hier mal ein kleines Video. So ein Radioumbau ist bei VW wirklich kein Hexenwerk mehr: