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Abstand halten von “ Orte der Sehnsucht „

Dienstag, 30. Dezember 2008

Orte der Sehnsucht – mit Künstlern auf Reisen – eine Jubiliäumsausstellung in Münster – noch bis zum 11.01.2009 geöffnet.

ausstellung

domDie Ausstellung im LWL – Landesmuseum (gegenüber vom Domplatz in Münster)  hatte eine gute Marketingstrategie, durch Werbung wie: I love Rom in Münster, I love Thaiti in Münster, I love Whatever in Münster machte sie auch uns neugierig, was da wohl hinterstecken mag.

Heute war der Tag x , heute musste durfte ich mir die Ausstellung mit über 250 Meisterwerken von Albrecht Dürer, Paul Gauguin, Sergio Vega und sogar Vincent van Gogh ansehen. Die Ausstellung selber startet im 2. Stock und ist in zehn „Sehnsuchtsorte“ unterteilt: Italien, Griechenland, Orient, Südamerika, Norden, Südsee, Alpen, Asien, Nordamerika sowie die Städte New York & Paris.

Soweit so gut, ich schaute mir also brav die Bilder an, fand das ein oder andere sogar sehr schön und wagte es näher heranzutreten um mir die Bilder und die Details auch mal aus der Nähe anzuschauen.

ABSTAND HALTEN “ kam es aus der Ecke, ein älterer Aufseher schaute mich böse an als hätte ich die Bilder schon in der Tasche, ich fragte: „Wie bitte?“ – „20 cm Abstand halten, sonst geht der Alarm an und wir werden alle wach!“ – „Ja, dann will ich sie mal nicht beim schlafen stören“ antwortete ich und zog weiter gen Orient.

Lena kam dem einen oder anderen Bild auch näher, so hat uns ein anderer Wächter der Kunst mit einem freundlichen „Hinterm Lichtbalken bleiben“ wieder zurück geholt. Was der Lichtbalken ist wissen wir aber nun aber immer noch nicht ;-).

Wahrscheinlich soll man nicht sehen, dass es viele Reproduktionen sind – dieses wird auf den kleinen Schildern nämlich erklärt, viele Gemälde hängen nur als Reproduktion in Münster, da die Originale nur kurze Zeit ausgestellt werden dürfen (Erhaltungstechnisch) – event. soll aber auch ein Berühren der Bilder verhindert werden, mag sein – ich kann mir eine derartige schroffe Ermahnung nicht erklären, bei den „wichtigen Bildern“ waren nämlich Absperrungen davor.

Zufällig konnte ich auch einer Führung etwas beiwohnen, der Kunsthistoriker erklärte gerade etwas von dem wichtigen Einfluss von Alexander von Humboldt, der sorgte nämlich für die Realität in den Bildern gleichzeitig lästerte der junge Kunsthistoriker über Fotokünstler , er sagte: „Das ist keine Kunst, sondern nur die Dokumentation von Kunst, der Fotograf selber nimmt nur eine 2-Dimensionale Replikation auf.“ – komisch, hängen doch auch viele alte (und teilweise echt schöne) Fotografien in der Kunstausstellung (Merkste watt? War blöd – Merkste selber!).

Wenn ich einige der Fotografien heute so machen würde und z.B. im Forum zur Bewertung online stellen würde, die anderen User würden diese in der Luft zereissen, ich sag nur „kippt“ „Tiefenschärfe“ „unscharf“ „falscher Schnitt“ usw. , aber wir reden hier ja über Kunst.

Fotografieren durfte man natürlich nicht,der Eintritt liegt bei 9 Euro , Schüler zahlen nur 2,80 Euro, Studenten und „Bezieher von Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt oder der Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung nach dem XII. Buch Sozialgesetzbuch“ (was für ein schwerer Satz) sowie Zivis und Wehrpflichtige zahlen 4,50 Euro.

Ob sich das lohnt darf bis zum 11.01.2009 jeder für sich selbst entscheiden, ganz wichtiger persönlicher Tipp von mir:

Abstand halten (von den Kunstwerken!)