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Freiwilliger Umzugshelfer – Job von einem Vollidioten …

Mittwoch, 1. Dezember 2010

…man, ich bin aber auch ein Vollidiot, warum kann ich eigentlich nie nein sagen? Dabei wäre es so einfach: „NEIN!“ ggf. noch mit einer Notlüge wie „Habe keine Zeit!“ – aber nein, ich Trottel muss natürlich sagen: „Na, klar! Gerne! Sicher helfe ich dir beim Umzug!“

Eine gute Freundin von mir ist umgezogen, dass passiert ja schon mal – in meinem Freundeskreis in letzter Zeit sogar etwas häufiger und ich darf halt einen Anhänger fahren und wenn es hart auf hart kommt sogar einen 7,5 Tonner. Also werde ich oft als „Chaffeur“ eingesetzt.

So war es auch als Uschi* (Name von der Redaktion geändert) meinte ob ich ihr mal „kurz“ helfen könnte, müsste nur ein mal fahren, es wären auch genug Helfer vor Ort. Stimmt! War auch so, es waren genug Helfer vor Ort – beim einräumen, beim ausräumen waren wir allerdings nur zu dritt.

Also schleppten wir zu dritt das Wohnzimmer und die unzähligen Kisten in den 3. Stock und es war wie IMMER wenn mich jem. bei einem Umzug dabei haben möchte. Die Schränke waren natürlich nicht leer geräumt, so trug ich volle Kommoden, dessen Schubladen immer aufgingen (bis ich die mit Panzerband (viel Spaß beim abknibbeln) zugeklebt hatte).

Alleine mit dem  Inhalt aus den Badezimmerschränken (der in Plastik-Kisten verpackt war) könnte man eine komplette Douglas Filiale (Erklärung für die Männer: Douglas ist sowas wie ein Baumarkt – halt nur für Frauen) ausstatten, im Schlafzimmer hatte sich in einem Schrank eine komplette dm-Filiale versteckt. Frauen und ihre Beauty-Artikel, da wird so ein „Blick in die Schublade“ schon mal schnell zu einem Besuch bei einer Aufbereitungsanlage mit Lackierstraße, inkl. Füller, Spachtel, Grundierung, kompletter Lack-Mischanlage und Klarlack. Sogar ein Lichhärtungsgerät (für Fingernägel) habe ich dort gesehen – unfassbar.

Heilfroh war ich, dass sie sich ein neues Bett und neue Badmöbel im Internet bestellt hatte, die neue Küche (die maßgeschneidert werden musste weil der Küchenraum mehr oder weniger „komisch“ ist kommt wohl erst kurz vor Weihnachten. Ihr altes Bett hat sie  entsorgt und ihre Badmöbel hat der Nachmieter zusammen mit der Küche übernommen. Das die Badmöbel NICHT mit in den Anhänger müssen wurde mir natürlich erst gesagt als ich diese schon nach unten geschleppt hatte (ich hatte mich auch schon gewundert, denn die waren ja ausgeräumt und waren dementsprechend schön leicht). Die Waschmaschine musste auch in den dritten Stock und natürlich war da auch noch Wasser im Schlauch. Jetzt war ich nicht nur fix und fertig, nein auch noch Nass! Die Handtücher waren wie immer in irgendeiner Kiste verstaut und ich trocknete mich mit einer Art „Badezimmerteppich“ ab.

Der Wohnzimmertisch (das war so ein Glastisch wo man sowieso jeden Finger drauf gesehen hatte) ging zu Bruch, ich glaube ja, dass ihr Freund den so absichtlich entsorgte wollte (sry Bernd* (Name von der Redaktion geändert)) – aber sie war auch schon am gleichen Abend bei eBay und hat sich einen ähnlichen ersteigert und da habe ich echt gestaunt. Einen (laut Angebot) nicht einmal 2 Monate alten Glas-Tisch gab es dort für 6 Euro zum selbstabholen, okay – war natürlich Zufall und eine private Auktion – aber scheinbar kann man bei eBay ja doch noch das ein oder andere Schnäppchen machen.

Also, wenn mich dieses Jahr noch eine/r fragen sollte ob ich bei einem Umzug helfen kann: „Tut mir leid, ich kann an dem Tag leider nicht! Geht es auch ein Jahr später?“ oder verweise auf my-hammer.de – und falls mich doch jemand überredet, dann nehm ich mir ein Handtuch mit.