Artikel-Schlagworte: „Wie heißt Atze Schröder mit richtigem Namen“

Wie bloggt man richtig? Wie bloggt man falsch?

Montag, 7. Februar 2011

Ich gebe zu, auch ich habe es schon mal gemacht, auch ich habe mir schon mal so Gedanken gemacht, was man tun sollte und was nicht. Aktuell vermehren sich „Blogger Tipps“ in meinem Feedreader so wie damals die Urzeitkrebse aus dem Yps-Heft, daher möchte ich darauf mal ganz gerne kurz eingehen:

Sebastian Baumer schrieb auf seinem Blog den Beitrag 15 Tipps für Blogger mit normal großem Ego, Marc Höttemann holte noch mal aus und haute noch eine Schüppe drauf, in einem Beitrag mit dem gleichen Titel. Trotzdem hat Marc etwas „besser“ gemacht, er hat nämlich eine sprechende Perma-Linkstruktur. Ja, sowas ist wichtig – sagen die SEOs, weitere Informationen kann man z.B. hier nachlesen: Permalinkstruktur in WordPress optimieren.

Tipp 1 ist der einzige richtige, an den sich jeder halten sollte: „Schreibe, was immer Du willst.“ – der Rest ist Bullshit, ehrlich.Wer sich z.B. nie die Statistiken anschaut, der wird nie erfahren welche Themen relevant sind und welche nicht, wer sich nie die Statistik anschaut, der wird auch nie wissen, welche Blogbeiträge gut gelesen wurden und welche nicht – denn meiner Meinung nach, kann man sich nur so zusammen mit seinem Blog weiterentwickeln.

Was ist denn ein Blog? Ein Blog ist entweder sowas wie ein Tagebuch, d.h. man schreibt seine Erfahrungen / Erlebnisse / Gedanken nieder oder ein „Blogsystem“ wird als Webseite bzw. Content-Managment System benutzt um Informationen zu teilen bzw. um die Webseite zu monetarisieren. Das auch beides funktioniert dürfte auch bekannt sein, bzw. gerade bekannt geworden sein. Es gibt ein paar Spielregeln an die sich jeder halten sollte, klar – aber wenn man es nicht tut passiert auch nichts. Wenn aus deinem Feedreader / Twitter-Account schon 10 Blogger über ein Thema geschrieben haben, solltest du diese ggf. auch mal verlinken, tut nämlich gar nicht weh (siehe oben 3 Links, 3 Blogger), wenn man es mal vergisst – passiert aber auch nichts, ausser das man ggf. sich mal einen Spruch einfängt. (ist mir auch schon passiert, man überlebt auch sowas).

Man muss übrigens nicht jedem gefallen, schminkt euch das ab, das wird eh nicht funktionieren. Wenn ihr für die „breite Masse“ bloggen wollt, dann müsst ihr natürlich auf den Putz hauen, jeder Blogger wird schon mal die Keywörter „nackt“ ausprobiert haben um zu testen, wie gut diese bei Google funktionieren und ich kann euch sagen, die funktionieren sogar sehr gut. Verbindet ein Namen von einem Star mit dem Keyword nackt und die Leute kommen in Massen – und hauen genauso schnell wieder ab, denn ihr habt ja gar keine Nacktbilder von den Stars auf eurem Blog, die meisten Besucher via Suchmaschine kommen eh nie wieder. Also solltet ihr solche Keywörter auch nur verwenden, wenn ihr sowas auch anbieten könnt oder es euch total egal ist, ob diejenigen wieder kommen.

Ihr könnt auch „Fragen“ stellen, z.B. sind sehr beliebte Suchbegriffe bei Google: „Bild von Atze Schröder ohne Perücke“ , „Wer ist der Sprecher von TV Total“ „Wer hat beim Superbowl 2011 gewonnen?“  „Wie sieht die Freundin von Stefan Raab aus?“ „Hat Stefan Raab Kinder?“, „Wie heißt Atze Schröder mit richtigem Namen?“ – einige Fragen darf man übrigens nicht beantworten, auch das hat der Ostwestf4le hier so schön erklärt, da ich es nicht besser könnte verlinke ich ihn hier einfach mal kurz.

Wie man „perfekt“ mit Quellen umgeht kann man sich übrigens beim Pascal anschauen, der hat hier nämlich ein Suchmaschinen-Optimierungs Plugin getestet und hat auch dort weiter verlinkt – denn nur so funktioniert bloggen: linken und verlinken ohne gelinkt zu werden!

Also? Kurztipps zum „richtigen“ Bloggen?

Bloggt was ihr wollt, wie ihr wollt und wann ihr wollt – wenn euch viele Besucherzahlen wichtig sind, dann bleibt auch ständig am Ball, denn da bringt euch nur Content weiter, je mehr guter Unique Content, desto mehr Besucher. Eine richtige Blognische wird es wohl nicht mehr geben und ob sich z.B. für selbstgehäkelte Kopfstützenüberzieher fürs Auto nun die breite Masse interessiert wage ich zu bezweifeln.

Ich teile gerne meine Erfahrungen, die Webseite hier gibt es bereits seit 2003 und hat schon einiges an schlechtem Content verdaut, ganz am Anfang hatte ich eine total peinlich statische Webseite, mit animierten Gifs, Baustellenzeichen und blinkenden e-Mail Symbolen – 2007 installierte ich dann eine Version von WordPress und seit dem Januar 2008 werden hier halt auch Beiträge veröffentlicht.

Fehler gemacht habe ich viele, aber aus denen lernt man – oft schneller als durch irgendwelche Ratgeber / Anleitungen / Tipps die man bekommt, gute Tipps gibt neben dem Peer demnächst wohl auch der Uwe wenn man dem Interview auf Bohncore glauben schenken mag.

Beim Peer sieht man hin und wieder auch „Blogeinnahmen“ – das war vor kurzem ja mal ein ganz ganz böses Thema und auch dort möchte ich euch einen Tipp geben: Es ist euer Blog! Macht was ihr damit wollt, denn ihr könnt NICHT jeden zufrieden stellen und schon gar nicht jedem Gefallen.

Auf den beiden „Blogger Tipps“ Seiten die ich ganz am Anfang verlinkt habe, steht z.B. geschrieben:

Schalte keine oder nur sehr dezente Werbung. Werbung sieht auf Deinem Blog scheiße aus, das weißt Du doch selbst, und auf die hundertvierundfünfzig Kröten im Monat kannst Du verzichten. Wenn Du generell nur bloggst, um (irgendwann) Geld damit zu verdienen, dann gestehe Dir ein, dass das Ganze eine ziemlich dumme Idee war. Eine Imbissbude zu eröffnen ist in 99 von 100 Fällen deutlich lukrativer.

Bullshit! 1. warum entscheidet ein anderer, dass Werbung auf meinem / eurem Blog „scheisse“ aussieht? Wieso glaubt ein anderer, dass man auf die 154 € im Monat verzichten kann (wie kommt er eigentlich auf die Summe?), meine Webseiten kosten mich aktuell ca. 100 € im Monat, wenn ich das durch Werbung wieder reinholen kann, ist das doch ein Super-Deal, oder? Es soll Leute geben, die haben „nur“ Aff.-Blogs, die leben davon – ganz ehrlich, es gibt Vollzeit Blogger die können davon leben. Ein gutes Zubrot bringt die Werbung in Blogs auf jeden Fall, sei es nun der ein oder andere verkaufte Link (Vorsicht: das mag Google gar nicht!), der ein oder andere verkaufte Beitrag (z.B. via Trigami oder hallismash) oder aber auch die Umsätze via Amazon oder anderen Partnerprogrammen. Der Mix macht es… …oder halt nicht, wer keine Werbung mag / will lässt es einfach, denn es ist euer Blog! Macht darauf was ihr wollt, wie ihr es wollt und lasst euch nicht von ein paar Kommentatoren beunruhigen.

Mit Marco z.B. habe ich ja das Projekt laester.TV an den Start gebracht, wir lästern hin und wieder dort über die televisuelle Fernsehlandschaft und auch dort bekommen wir teilweise den Unmut der „1-mal-Leser“ ab, warum wir nicht „hart ablästern“, wir wären „viel zu weich“. Tja, wir befinden uns nun mal in Deutschland, da muss das ganze auch irgendwie rechtlich vertretbar sein und da ja die Blogbeitreiber haften – bestimmen auch die Blogbetreiber wofür diese haften wollen, ist doch klar, oder?

So, was fällt uns an diesem Blogbeitrag hier auf? Es sind viel zu viele Links drin, mir ist das egal – denn es ist ja „Mein Blog!“ 🙂