Test: Cyclemeter – die Fahrrad App für das iPhone (3GS)

Jetzt wo ich die Eier-legende-Wollmilchsau am Lenker habe ( das iPhone im ultimativen Fahrradhalter ) werde ich abwechselnd bei kleineren Touren diverse iPhone Apps testen. Als erstes teste ich auch gleichzeitig das jüngste App-Mitglied meiner Fahrrad-App-Familie : Cyclemeter !

Weil sich heute irgendwie keiner „Bereit“ erklärt hatte mit mir zu fahren bin ich um kurz vor 17 Uhr noch mal alleine los geradelt, es sollte zunächst Richtung Oerlinghausen gehen, anschließend dann Richtung Schloß Holte und dann über Lipperreihe zurück – also eine kleine schnelle Runde.

mountainbiken-richtung-oerlinghausen

Wer übrigens erst nach der Hälfte der Strecke merkt, dass die hintere Plattform v0m Fully „gesperrt“ ist, der ist eindeutig zulange Hardtail gefahren 😉 … egal, hier soll es ja nicht um die ewige Diskussion Hardtail oder Fully gehen sondern eher um die App Cyclemeter, die leider auch ein paar Tücken hat.

punkteWenn man manuell auf Stop drückt (sonst läuft die Zeit weiter auch wenn man nicht fährt) wird die Route natürlich auch nicht weiter aufgenommen wenn man mal vergisst auf Start zu drücken. Aus dem Grund fehlen mir nun ca. 3 km in meiner Route. Nicht weiter schlimm, denn da habe ich natürlich sowieso nur geschoben (kleiner Scherz). Ich habe hier extra mal die „frühzeitig“ ein Screenshot erstellt um euch nicht mit irgendwelchen Straßen / Satelliten Bildern oder der Hybrid Anzeige zu irritieren. Hier sieht man recht deutlich was ich meine mit fehlenden Punkten. Aber ansonsten muss ich wirklich sagen, das iPhone GPS tut seinen Dienst sehr gut.

Wer sich gerne Diagramme anschaut , ja für den ist natürlich das Cyclemeter App etwas ganz besonderes, denn nach der Tour kann man sich das Höhen – Profil genau gegen das Geschwindigkeitsprofil stellen und vergleichen – und siehe da, welch Überraschung: Wenn es bergab geht – bin ich schneller ;-).

diagramme Ich durfte vorher ja nicht lügen, also musste ich mein wahres Gewicht in das iPhone eingeben… aus den Angaben schafft es nun sogar das iPhone mit der Cyclemeter Applikation den Kalorienverbrauch zu errechnen. Das der natürlich von noch weiteren Faktoren abhängt ist mir bewusst, aber die Angaben finde ich trotzdem recht lustig.

Man kann die Daten komplett exportieren, wahlweise als Google Maps URL , als GPX Dateianhang, als KML Dateianhang, als CSV Daten usw.

Man kann auch schon während der Tour angeben und Zwischenstände über den eingebauten Twitter Client live twittern – und nun kommt es noch besser, man kann sich Antworten (auf seine Tweets) vorlesen lassen.

Genauso wie weitere „total wichtige“ Fakten für die Tour: Aufstieg, Durchschnitt, Gegner (Wegstrecke), Gegner (Zeit), Höhe, Kalorienverbrauch, Pausenzeit, Tempo / Geschwindigkeit, Schnellste Geschwindigkeit, Uhrzeit, verbleibende Wegstrecke und und und… dafür braucht man nicht mehr auf das iPhone schauen. Sowas lässt man sich vorlesen… herzlich willkommen in der schönen neuen Welt.

durchschnittAchja so sieht dann der Fahrradtacho – Modus aus. Viel mehr Angaben braucht man ja auch nicht wirklich auf den ersten Blick, man kann natürlich sich auch die Route anzeigen lassen die man gerade fährt. Die Fahrzeit, die Wegstrecke und die Geschwindigkeit ist mir persönlich am wichtigsten. Später staune ich dann immer über die geschafften Höhenmeter und wer gibt nicht gerne mal mit der schnellsten Geschwindigkeit an? Man kann sich aber auch den Aufstieg, die verbrauchen Kalorien , die aktuelle Höhe oder halt die Höchstgeschwindigkeit anzeigen lassen.

Ich bin heute 144 Höhenmeter gefahren, also nicht besonders viel.  Die App lässt sich über die Fernbedienung steuern, mit einem langsamen Doppelklick kann man die Trackaufzeichnung stoppen und natürlich auch wieder starten (so braucht man sich nicht die Handschuhe ausziehen um die App zu bedienen).

Diese App hat einen eingebauten Kalender, sprich man kann sich seine Routen immer wieder hervorholen und dann gegen seine letzte Zeit fahren, na ist das nichts?

Die App kostet derzeitig 3,99 € – für mich jeden Cent wert!

7 Kommentare zu „Test: Cyclemeter – die Fahrrad App für das iPhone (3GS)“

  1. Lookbehind sagt:

    18km/h Durchschnitt? Nich schlecht! Ich war letztes Jahr im Sommer bei ~14km/h, und jetzt, nach der Winterpause, bin ich froh wenn ich über 12km/h im Schnitt komme! Alles im Gelände versteht sich. Auf der Straße bin ich auch schneller, aber wann fahr ich da schon mal!?
    Womit wir dann auch gleich bei dem Punkt mit dem angeben sind… Einen Seitenarm der Judennase bin ich mit 63km/h runter geheizt, war bisher meine Höchstgeschwindigkeit. Aber ich habe festgestellt, dass die Geschwindigkeit alleine gar nicht den Fahrspaß bringt. Ich kenne Abfahrten, die ich nur mit 18-20 km/h runter schleiche, die aber 10x mehr Spaß machen 🙂 Von daher ist diese Angabe wohl eher für Rennrad-Fahrer interessant.
    Dieses Wochenende bin ich ja leider auch nicht wirklich zum fahren gekommen. Hoffe das Wetter wird im laufe der Woche wieder besser, dann bin ich nächste Woche wieder im Wald 🙂

  2. Spacefalcon sagt:

    Judennase?

    Nennt man die Gegend wirklich so?

  3. Jens sagt:

    Ich hab keine Ahnung, kenn mich da nicht so aus … Basti?

  4. Lookbehind sagt:

    Die Judennase ist/war die Strecke von Oerlinghausen nach Asemissen, bei Dr. Oetker und Jörg vorbei. Der untere Teil der Strecke sah vor 15 Jahren noch anders aus, und der Straßenverlauf hatte durchaus ähnlichkeit mit einer Hakennase, oder eben Judennase genannt. Daher der Name.
    Inzwischen sieht die Straße da natürlich anders aus, die Tunnelstraße gab es damals noch garnicht. Der Name ist aber geblieben. Der Scherenkrug heißt ja auch immernoch so, obwohl die namensgebende Gaststätte schon seit ewigen Zeiten nicht mehr existiert.

  5. Jens sagt:

    Ach da, da hatte ich auch schon mal über 60 drauf … Aber das hat ganz schön im Oberschenkel gezogen …

  6. markus sagt:

    Hallo Jens

    Muss erstaml was loswerden……..

    Geiler Blog…

    Aber jetzt mal ganz erlich.. Was ist deiner Meinung nach das beste App zum MTBen?

  7. Jens sagt:

    Aktuell für mich das Cyclemeter !