Test: Krämer KR-G6 – 2-Din Nachrüstgerät Golf – Passat – Caddy – Touran etc.


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Krämer KR-G6 Test:

Seit ca. 2 Monaten habe ich ja nun einen VW Caddy. Bei der Bestellung des Fahrzeuges habe ich bewusst auf ein teures Radio aus dem Volkswagen Konzern verzichtet, denn ich wusste schon damals, dass es Nachrüstgeräte gibt, die oft mehr bieten und weniger kosten.

Für diesen Test bekam ich ein Radio, besser gesagt ein Doppeldin Radio für aktuelle VW Fahrzeuge. Das Krämer KR-G6 Radio-Navigationssystem verfügt über ein 7″ Touchscreen Display, einem einfachen FM-/AM- Stereo Radio Tuner, einem CD / DVD Player mit der Möglichkeit natürlich auch MP3s abzuspielen. Ausserdem verfügt das KR-G6 über ein Navigationssystem und eine Bluetooth Freisprecheinrichtung. Über die CAN-Bus Anbindung kann die (eventuell vorhandene originale) Lenkradfernbedienung genutzt, die Park Distanz Kontrolle angezeigt und die Klimasteuerung visualisiert werden. Damit wäre das KR-G6 eine Alternative zu den 2-DIN wie RNS310, RNS315 oder RNS510 Radios. Damit quasi ähnlich wie die 2-DIN Golf, bzw. 2-DIN Passat Radios. Das Doppel-DIN Radio passt natürlich nicht nur in den VW Golf, VW Passat oder den VW Caddy. Sondern in alle aktuellen VW Modelle mit Quadlockanschluss.

Der Ausbau vom serienmäßigem VW Radio:

Davor hatte ich ja schon fast etwas Angst, zu schlechte Erfahrungen hatte ich früher gemacht. Ich kann mich noch gut an aufgerissene Hände erinnern, nur weil ich damals durch den Schacht das Antennenkabel wiederfinden musste. Da hat sich allerdings einiges getan. Das serienmäßige Radio muss für so einen Test / Einbau natürlich erstmal weichen. Dafür habe ich die Plastikverkleidung ausgeklipst:

Hier könnt ihr ganz deutlich die gelben Clipse erkennen, dort ist die Verkleidung eingeclipst. Anschließend müssen die 4 Torx Schrauben gelöst werden:

Das war es schon, musste man früher da mit irgendwelchen Radiohebeln das Radio herausziehen könnt ihr das Radio so nun einfach herausziehen. Hinten findet ihr dann den Quad-Stecker von VW. Öffnet einfach den Hebel und schon könnt ihr diesen Stecker herausziehen:

Nachdem ich das Antennenkabel noch abgezogen habe war der Doppeldin-Schacht frei.

Der Einbau vom KR-G6 Radio:

Vor der Montage muss man beim Krämer KR-G6 noch die beiden Sicherungsschrauben herausschrauben:

Nun startet das Plug & Pray Spiel, d.h. ihr steckt den Quad-Stecker von VW in einen Adapter, dieser kommt ins Radio. Die Antenne kommt an ein Extra-Kabel, zusätzlich muss der Can-Bus Adapter eingesteckt werden. Die GPS Antenne möchte natürlich auch noch verstaut werden. Ein großer Vorteil: Ihr müsst die GPS Antenne nicht wirklich verlegen, ich habe diese einfach mit dem Magnetfuß auf dem Radio befestigt. Der VW Caddy ist scheinbar so schlecht abgeschirmt, dass die GPS Signale ohne Probleme durchdringen. Anschließend könnt ihr noch weitere Kabel verlegen. Das KR-G6 von Krämer verfügt nämlich noch über weitere AV-Eingänge. Auch ein Kabel für den iPad / iPhone / iPod Dock Connector möchte gerne verlegt werden. Das habe ich mir gespart, denn ich wollte hier ja schließlich das Radio kurz antesten, also Stecker rein und dann nix wie rein mit dem KR-G6 in den Doppeldinschacht.

Das Radio wird an den originalen Befestigungspunkten wieder festgeschraubt, ihr müsst euch also keine Halter extra bauen. Bis dahin kann man von Plug & Play sprechen. Wer den Canbus Adapter vergessen hat anzuschließen darf das Radio noch mal ausbauen, denn dann startet das Radio nicht. Sprich: Auch wer nicht auf die Canbus Funktionen zugreifen möchte / kann, muss den Adapter anschließen und verstauen. So sieht es dann aus wenn das Radio montiert ist:

Wie ihr seht fügt es sich gut in die VW Optik ein, auch bei der Beleuchtung haben die Entwickler an die VW Farbe gedacht, denn Nachts sind alle Katzen grau und die Radiobeleuchtung auf Wunsch rot:

Die Funktionen vom KR-G6:

Ich habe lange hin und her überlegt wie ich euch am besten die Funktionen erklären kann, denn eigentlich sollte ich gar kein Video für dieses Radio erstellen. Man macht ja alles für die Leser, also habe ich mich hingesetzt und euch versucht in diesem iPhone Video (kein Scherz, ist mit dem iPhone gefilmt) die Funktionen vom KR-G6 näher zu bringen:

KR-G6 Testergebnis:

Nun habe ich das Radio ein paar Stunden getestet, das hat mich gestört bzw. begeistert: Mich hat die Zeit gestört. Die Zeit die das Radio benötigt hat um eine CD zu lesen, die Zeit die benötigt wurde um das Navi zu starten und das ganze auch wenn man zwischendurch hin und hergeschaltet hat. Das KR-G6 bietet natürlich eine Menge Features, die würde ich z.B. gar nicht alle nutzen. Loben möchte ich das aktuelle Kartenmaterial von Europa Tele Atlas, das ist wirklich recht aktuell und zeigt auch mehr „Interessante Orte“ als z.B. die Navigon App die ich auf meinem iPad habe.

Ich habe die Bluetooth Telefoniefunktion mit dem Radio getestet, der fairnesshalber mit 3 verschiedenen Personen. 2 davon haben mich gefragt warum ich so blechernd und leise klinge, vermutlich ist das eingebaute Microphon schuldig , denn normalweise telefoniere ich über ein Headset, welches natürlich näher am Mund ist.

Das iPhone ließ sich via Bluetooth ohne Probleme mit dem KR-G6 verbinden, das voreingestellte Passwort ist wie immer „0000“ und wird im iPhone als G6 angezeigt.

Ich kann vorne ein MicroUSB Kabel anschließen, über das Kabel dann z.B. einen USB Stick. Ich könnte auch vorne eine weitere microSD Karte einschieben und von dieser MP3s, Videos oder Bilder abspielen. Warum nicht normal USB? Warum nicht eine SD-Karte? Ich habe sämtliche Bilder auf SD-Karten und benutze wenn überhaupt auch einen normalen USB Stick. Natürlich habe ich das Radio nicht nur im Stand getestet. Bei der Fahrt über eine Baustraße (einige Schlaglöcher) stoppte auf einmal das Lied (von CD) und das nächste fing an. Ärgerlich, denn ich wollte gerade mitsingen ;). Gut, der VW Caddy verfügt über Blattfedern und eine Starrachse, mögen wir es mal auf den Nutzfahrzeugcharakter vom VW Caddy schieben.

Loben möchte ich den Service von Krämer Automotive, ich hatte bei der Montage nämlich den CANBus Adapter nicht angeschlossen, daraufhin funktionierte das Radio nicht. Der Fehler wurde von dem Fachpersonal am anderen Ende der Leitung sofort entdeckt. Hätte ich die FAQs der Webseite durchgelesen, hätte ich es natürlich auch gewusst. Doch im Auto habe ich mich für den Anruf entschieden. Die Mitarbeiter waren nett, freundlich und kompetent. Das durfte ich gleich zwei mal erfahren / testen. Denn ich musste ein 2. mal anrufen, denn das Navigationssystem schrie erst noch nach einem Pfad. Auch das steht in den FAQs auf der Firmenwebseite, doch auch hier hab ich mich für den Anruf entschieden. Ihr merkt schon, ich teste recht gründlich.

Aus urheberrechtlichen Gründen zeige ich euch keine Bilder von der DVD Funktion, die funktionierte. In den Einstellungen kann man auch andere Regionen einstellen. Einstellen kann man da sowieso recht viel, auch eigene Hintergründe wären wohl möglich, auch wenn dies bei mir nun nicht funktioniert hatte. Vermutlich ein Bedienungsfehler, denn beim Windowssystem ist ja stets der Anwender schuld 😉

Gründlich wie ich bin, habe ich mich auch mal auf die Suche nach Mitbewerbern gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass das KR-G6 sogar bei VW gelistet ist. Das heißt, ihr könntet das Radio auch bei VW beziehen. Da ist mir aufgefallen, dass es Händler gibt, die das Radio günstiger anbieten. Denn offiziell liegt der empfohlene Verkaufspreis bei 1099 €. Also wen die oben kritisierten Punkte nicht stören, der kann ja mal Tante Google benutzen. Das Radio kann man wie gesagt auch via VW beziehen und dort montieren lassen.

Eines hätte ich fast vergessen, von dem serienmäßigen Radio von VW war ich gewöhnt, dass es sofort anging. Sprich ich startete den Motor und noch bevor ich den Gang eingelegt hatte dudelte auch schon die Musik. Das Krämer KR-G6 benötigt (vermutlich wegen dem Windows System) etwas Zeit um hochzufahren. Es mögen zwar nur ca. 20 Sekunden sein, aber auf dem Weg zur Ampel ist das schon eine gefühlte Ewigkeit in der „Wir haben doch keine Zeit“-Welt!


Der Umbau:

Nach dem Test ist vor dem Test, denn ich musste natürlich das Radio wieder ausbauen und gegen das originale VW Radio ersetzen, also noch mal die Blende abmachen, wieder die Schrauben und Stecker lösen und und und… für alle die Angst vor dem Stück Plastik haben, hier mal ein kleines Video. So ein Radioumbau ist bei VW wirklich kein Hexenwerk mehr:

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6 Kommentare zu „Test: Krämer KR-G6 – 2-Din Nachrüstgerät Golf – Passat – Caddy – Touran etc.“

  1. MOTOR-TALK.de - VW Golf V sagt:

    China Navi – brauche euren Rat……

    Ich habe gerade das Krämer KR-G6 getestet, hier ist das Video mit den Funktionen: Krämer KR-G6 Test. Wie auch schon im Beitrag geschrieben würde ich es mir persönlich nicht kaufen, denn ich bin ungeduldig….

  2. Northern Shadows sagt:

    Finde ich ja klasse!
    Danke für den tollen Bericht! Ich hole am Donnerstag meinen gebrauchten/fast neuen Passat CC ab. Bin schon richtig aufgeregt. Leider hat das Radio kein Naiv mit drin. Find ich doof, aber egal. Das iPhone 5 ist ja in den Startlöchern.
    Aber eine Frage habe ich an Dich, vielleicht hast Du ja eine Idee: Das Auto hat kein Audio-IN-Anschluss. Ich habe also derzeit keine Möglichkeit, einen iPod anzuschließen und diesen über das Lenkrad, bzw. Radio, zu bedienen. Wie stelle ich das am besten an, denn ich denke, das Aufrüsten bei VW wird einiges kosten, oder?

  3. Jens sagt:

    Öhm, frag da mal bei VW nach, ich glaube ein Audio IN Kabel an den Quadstecker abzuklemmen ist nicht so teuer!

  4. Northern Shadows sagt:

    Okay, dann mache ich das mal… Danke!

  5. MOTOR-TALK.de - VW Passat B7 sagt:

    ZE NC2010 im Passat Variant B7…

    Oder Zenec.? 😉 http://www.kraemerautomotive.com/index.php?… http://www.youtube.com/watch?v=f8ZY-gR_nnk Hat keinen Doppeltuner und ist wohl auch sonst ziemlich lahm: *klick*…

  6. Karo sagt:

    ich bin seit 1 Woche Besitzer eines KR-G6. Notgedrungen, denn meine geliebtes Radio-Navigationssystem RNS 510 von Volkswagen wurde fachgerecht und über Nacht entwendet. Schicksal. Und da der Geiz vor der Vernunft gesiegt hat, habe ich mir ein KR-G6 einbauen lassen.

    Natürlich habe ich vorher recherchiert im Netz. Habe Erfahrungsberichte gelesen, habe das Vorurteil des verzögerten Starts in Kauf genommen. Geblendet von dem tollen bunten Menübild, der Bluethootverbindung zum Handy und der Möglichkeit ein iPhone oder einen iPod anzubinden.

    Nach 1 Woche intensiven Gebrauchs kann ich keine Kaufempfehlung geben und würde den Kauf am liebsten Rückgängig machen!

    Radio
    Meine Frau meinte heute Morgen auf der gemeinsamen Fahrt zum S-Bahnhof, früher haben wir Radio gehört auf dem Weg. Jetzt betrachten wir den Fortschrittsbalken des Radios beim Start. Für mich beim heutigen Stand der Technik unverständlich.
    Am Radio gibt es nichts auszusetzen. Der Empfang ist in der Großstadt okay. Allerdings nicht so stark wie im Original.

    Navigation
    Neben dem verzögerten Startvorgang des Radiosystems, nimmt der Start des Navigationssystems nochmals die gleiche Wartezeit in Anspruch. Wer also einen schnellen Start vorhat, sollte früher aufstehen.
    Die Grafik ist grell und bunt. Im Nachtmodus verändert sich die Farbe des Himmels und nicht etwa der Kontrast der Farben! An Autobahnkreuzen wird permant hinein- und hinausgezoomt, obwohl die Routenführung daran vorbeigeht.
    Die Anzeige ist nicht fließend sondern Ruckartig. Auch im 2D-Modus, mit weniger Grafikaufwand wird der Effekt nicht besser.
    Bei Tunnelfahrten bleibt der Pfeil stehen. So wird man auch nicht vor Schwarzblitzern im Tunnel gewarnt! Das RNS 510 von VW war gekoppelt mit der Geschwindigkeit und Tunnelfahrten waren kein Problem.
    Zur Routenauswahl muss man über mehrere Bildschirme und Klicks gehen. Nach erfolgter Eingabe der Route muss man nochmals 3x auf den Bildschrim tippen, ehe die Navigation startet.
    Die GPS-Anbindung ist miserabel. Fahre ich auf einer Autobahn und daneben verläuft eine Landstraße kann es schon mal passieren, dass ich eine Geschwindkeitswarnung bekomme, weil das Navi auf der Landstraße fährt!
    Am Wochenende hatte ich sogar ein windowstypisches Fehlerfenster (Allerdings mit chinesischen Schriftzeichen) auf dem Display!
    Das Kartenmaterial ist veraltet. Es wird mit Stand Q2/2011 ausgegeben. Doch Kreisverkehre und veränderte Autobahnabfahrten (im RNS 510 bereits integriert) sind nicht verfügbar.

    Telefonieren
    Die Kopplung mit einem Handy über Bluetooth ist unproblematisch. Das abspielen von Musik über A2DP funktioniert.
    Die Begründung, warum das Telefonbuch jedes mal aufs neue synchronisiert werden muss, kann ich nicht verstehen. Mein altes RNS 510 war mit einem Touchadapter gekoppelt, welches problemlos die Telefonbücher mehrerer Handys verwaltet und entsprechend gefiltert angezeigt hat!
    Die Auswahl eines Namens aus dem Telefonbuch ist faktisch nicht existent! Es gibt keine Möglichkeit über eine Tastatur die Anfangsbuchstaben eines Namens auszuwählen. Hier muss man sich über die Pfeiltasten durch die Namensliste scrollen (5 Namen pro Bildschirm bei über 100 Namen! Viel Spass)! Am Ende gibt man die Nummer ein, weil das Schneller geht!
    Im Handy habe ich zu einem Namen bis zu 3 Nummern gespeichert. Im KR-G6 wird mir nur eine Nummer angezeigt. Die Logik, welche das ist, habe ich noch nicht verstanden. Auch das konnte das TouchAdapter!!!
    Die Sprachqualität ist gut. Wenigstens etwas!

    iTunes
    Das KR-G6 wirbt nach außen mit der hervorragenden Grafik. Warum wurde dieses Konzept bei der iTunesanbindung verlassen. Hier erwarten den Fahrer hässliche grobe Pixelchen. Ist sicher die Lizenzsoftware eines Drittanbieters. Einfach nur Hässlich!
    Die Auswahl der Listen und Titel funktioniert

    DVD
    Hier kann ich noch keinen Testbericht geben. Nach einlegen einer DVD habe ich zwar die Titelmusik des DVD-Menus gehört aber es prangerte ein dicker englischer Fehlertext auf dem Display, den ich vergessen habe.

    Im Großen und Ganzen
    Ich kann die guten Testurteile eingängiger Fachzeitschriften nicht nachvollziehen. Im KR-G6 fehlt mir eine durchgängiger konzeptionelle Lösung. Mal gibt es unten Links einen Pfeil für zurück, mal ist es oben Rechts das Windows-Fensterkreuz zum verlassen der Seite. Es ist alles zu verspielt und zu bunt und lenkt von fahren ab.
    Das KR-G6 hingt meinen Ansprüchen hinterher. Die Idee ist Gut aber es scheitert an der Umsetzung. Sei es die Systembasis, die den grafischen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist oder sehr es das fehlende einheitliche Gesamtkonzept.