Vitali Klitschko vs. Kevin Johnson – der Gewinner ist …

…RTL – denn die durften ja wieder verdammt viel Werbung zeigen, warum wird so ein Boxkampf eigentlich nicht als Dauerwerbesendung gekennzeichnet? (der Gewinner steht ganz unten) . Aber fangen wir mal ganz vorne an, also am Anfang war das Ei – oder das Huhn? Hier geht es ja nicht um Weicheier, hier geht es um ein Großmaul welches wie Heino stehts eine Sonnenbrille trägt und „unserem“ Vitali Klitschko – dem Dr. Eisenfaust und wer Boxen verpasst hat, kann sich hier nun meine subjektive und nicht unbedingt objektive Zusammenfassung antun:

Das Großmaul gegen Dr. Eisenfaust , hier zunächst die Fakten vor dem Kampf um den WBC Weltmeister-Titel.

Kevin Johnson: 23 Kämpfe – davon 22 Siege – 9 durch K.O. und 1 Unentschieden, Kevin Johnson hatte noch nie verloren, Klitschko hingegen 2 mal bei 40 Kämpfen mit 38 Siegen und davon 37 durch K.O.

Klitschko ist 8 Jahre älter, 9 cm größer und mit 120 kg nur 10 kg schwerer als Kevin Johnson, aber das sind doch alles nur Fakten.

Mein Tipp war übrigens, dass Klitschko „Dr. Ironfist“ den Kevin in der 7. Runde per K.O. auf die Matte und somit nach Hause schickt, denn Klitschko hat ja vor dem Gipfeltreffen den K.O. garantiert…

Jan Delay hat nicht geboxt, aber immerhin im Ring performed , er sang sein neues Lied Disco – ob dadurch Zuschauer K.O. gingen oder umgefallen sind ist mir leider unbekannt, ich finde Jan Delay singt ja wie Kermit der Frosch aber nun gut – er hatte übrigens etwas mit Kevin Johnson gemeinsam – er trug ne Sonnenbrille , cool oder affektiert?

Michael Buffer – hat Kevin „Kingpin“ Johnson der angeblich cool wie Eis sein sollte und der Beste sein will reingerufen, er kam mit dem Lied „Man in the Mirror“ von Michael Jackson in die Halle gerollt, er trug dabei auch noch ein T-Shirt von Michael Jackson… ob ihm der tote King of Pop helfen konnte?

Vitali Klischko – der Champion – Dr. Eisenfaust – lief wie gewohnt zu „Hells bells“ von AC/DC ein…

Es folgte die Nationalhymne der United States of America, die ich melodisch gesehen ja sehr schön finde, noch besser fand ich allerdings die italienische, wenn Schumacher für Ferrari gesiegt hatte, aber das ist ja nun auch vorbei, wenn die Gerüchte stimmen fährt Schumi ja demnächst bei Mercedes das Ring-Taxi!

Nach der USA-Hymne folgte natürlich die Hymne der Ukraine für Vitali Klitschko, das genau in dem Moment mein Licht ausgefallen ist (Trafo durchgebrannt) war aber sicherlich nur Zufall – oder event. doch ein Vorzeichen?

Kenny Bayless war der Ringrichter, den stellte Buffer noch schnell vor bevor er seinen legendären Spruch sprach / sang:

„leeeeeeeet´s get ready tooooo rummmmmbllleeeeeee“

Also bei den Zuschauern war Klitschko der Favorit, Johnson wurde ausgebaut und auch im Ring zeigte Klitschko wer der King im Ring war. Wladimir war natürlich auch anwesend, denn wir wissen ja alle – kämpft man gegen einen Klitschko kämpft man eigentlich gegen beide ;).

Schon in der 1. Runde drängte Klitschko den kleineren Johnson in die Seile, Mr. Kingpin wollte die Schläge auspendeln, diese Versuche waren jedoch nicht wirklich mit Erfolg gekrönt.

Was Johnson in der 1. Runde geleistet hatte könnte man schon fast als Arbeitsverweigerung titulieren.

Auch in der Runde 2 startete Klitschko recht schnell, von den angekündigten Schlägen von Johnson war noch nicht viel zu sehen, er tänzelte sich immer wieder zum Seil und steckte ein, irgendwie erinnerte er mich an einen nassen Hund der zurückweicht.

Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, ich hätte vermutet es wäre noch der Sparringspartner von Vitali Klitschko der da gerade im Ring Prügel eingesteckt hat.

In der Runde 3 fing Johnson wieder an zu tanzen, versuchte aber sogar mal einen Treffer zu landen, zog sich dann aber wieder in die Seile zurück und fing an sich zu bücken… erzielte aber immerhin ein paar Körpertreffer.

Johnson wedelte viel in der Luft rum, man hätte auch denken können er arbeitet in der Ecke von Klitschko und will seine Schwellungen kühlen.

Runde 4: Klitschko haute drauf, Kevin Johnson wurde wach, duckte sich viel ab, bewegte sich schnell und redete auf Klitschko ein…

Klitschko blutete am Auge und musste dort erstmal behandelt werden, aber wir wissen ja alle, wenn Vitali Klitschko mal Blut geleckt hat, wird der noch wilder.

In der Runde 5 kam Johnson , er traf – sogar das Gesicht – bis dahin dachte ich noch Vitali kämpft gegen ein kleines Mädchen, dass würde ja auch zu der Cut-Verletzung am Auge passen.

Die Runde 6 ging klar an Klitschko, ich habe Johnson auch schon leicht taumeln gesehen, andere würden sagen, er hat „getanzt“.

Der RTL Moderator sültze auch in der Runde 7 permanent von dem Kratzer an Klitschkos Auge, man man man, bis dahin ging jede Runde an Klitschko… nach Punkten konnte Johnson den Kampf jetzt schon fast nicht mehr gewinnen.

Mein Tipp ging leider nicht auf , Vitali musste auch noch in der Runde 8 ran, in der Ecke von Johnson war der Schuldige für die bevorstehende Niederlage auch schnell gefunden, denn Kevin hat sich nicht an den „Plan“ gehalten… – achso, der sollte gar nicht so boxen?? Die Boxqualität wurde allerdings auch nicht in der Runde 8 besser, da keiner zu Boden ging und auch kein Handtuch geworfen wurde ging es direkt weiter in die…

Runde 9: Die Fäuste flogen in die Luft, hin und wieder lief Johnson auch freiwillig in die Faust und der RTL Moderator wusste genau was Klitschko in dem Moment dachte: „WIE kann ich den K.O. hauen!?“ – ich sag euch was, das hat sich Johnson die ganze Zeit gefragt.

Man hätte denken können, dass Johnson den Kellner der VIP-Ecke gewunken hätte, Regina Hallmich war übrigens auch am Ring, die hätte im Ring garantiert besser ausgesehen als Kevin Johnson. (die war ja auch schon mal fast nackt im Playboy)

In der Runde 10 setzte Vitali weiter zu, er versuchte echt den Kampf durch einen K.O. zu gewinnen und das Publikum feuerte ihn lautstark an, schließlich gab er ja die K.O. Garantie.

Der Trainer von Kevin – The Kingpin – Johnson war , nennen wir es mal : unzufrieden – zu Recht, Vitali führte in der 11. Runde nach Punkten – dominierte im Ring und Johnson steckte ein.

Hat die Wettmafia nun nicht nur den Fussball im Griff sondern auch schon Boxen, apropo Wettmafia – kurze Frage, gab es heute nicht ne Handvoll Eigentore in der Bundesligabegegnung Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 ?? Ein Schelm wer da Böses denkt…

In der letzten Runde wurde auch kein Handtuch geworfen, November 2000 ging der letzte Kampf für Vitali Klitschko über 12 Runden, immerhin das darf Johnson nun von sich behaupten, Klitschko veralberte Johnson in der 12. Runde und machte seine Spielchen zur Freude des Publikums mit, leider erst in der 12. Runde. Johnson steckte ein, provozierte sogar noch weiter, obwohl auch er wissen musste, wer als Gewinner den Ring verlassen würde.

Naja, wer sich nun meine Zusammenfassung durchgelesen hat, dem dürfte klar sein wer das ganze Debakel, welches übrigens kein besonders schöner Boxkampf war, gewonnen hat: Vitali Klitschko, leider nicht mit K.O. – den K.O. den er ja eigentlich versprochen hatte. Was nun? Bekommen wir nun alle Milchschnitte umsonst?

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1 Kommentar zu „Vitali Klitschko vs. Kevin Johnson – der Gewinner ist …“

  1. bierskoda sagt:

    Runde Null hast du vergessen: Jan Delay war da, zum ersten Mal bei einem Boxkampf, und damit wohl zum ersten Mal im Ring.