Weihnachtsmarkt in Münster – Ãœberlebender

So, nun habe ich es hinter mir, die „komm wir gehen noch schnell über den Weihnachtsmarkt“ – Geschichte. Ich kann nicht mehr… doch spulen wir mal kurz zurück zum Anfang.

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Heute Mittag wollten wir noch „kurz“ in die Stadt, halbe Stunde vor dem Parkhaus gewartet, reingefahren und ab in den ersten Laden…

Kaum angekommen, ein paar Anziehsachen gekauft , quasi gerade „warm geshoppt“ kam Lena dann die glorreiche Idee: „Schnelle Runde übern Weihnachtsmarkt?“

Ich hätte es wissen müssen, es folgte im dichtem Gedränge ein Entenmarsch durch die Gassen, an Glühweinständen, Bratwurstbuden und an sonstigem Weihnachtsramschbuden vorbei zum Lieblingsstand, den mit den Holländischen Pommes.

ms-klein-02Was macht man da? Richtig, anstellen und warten…  ich dachte noch kurz, super an unserer Schlange geht es am schnellsten, doch weit gefehlt denn vor mir war eine sichtlich überforderte Mutter mit Ihrem Sohn, ich nenne das vorlaute Drecksblag den kleinen Erdenbürger mal „Jan Lasse Ole“. Die Mutter wollte bestellen, doch Jan Lasse Ole fiel ihr ins Wort, vertauschte schnell noch die Bestellung und der Pommes-Verkäufer versuchte es zu richten. Jan Lasse Ole also noch mal schnell alles anders rum vertauscht und einen kleinen Streit mit der Mutter angezettelt, die „versuchte“ ruhig zu bleiben, doch nach weiteren 20 Sekunden, kam es heraus aus dem Hausdrachen: „Gleich ist Schluss!“ – Das haben wir doch auch gehofft, denn schließlich hatte nicht nur der Jan Lasse Ole Hunger … als das dynamische Duo dann endlich mit Ihrer Bestellung abgehauen ist waren wir auch schon dran, der sympathische Verkäufer begrüßte uns mit einem: „Nun habt Ihr gesehen wie man falsch bestellt, macht es anders…“ – bei uns ging alles reibungslos, also begrüßte er die Kunden nach uns mit einem „…und Ihr macht weiter so…“ .

Lena wusste schon, wo Sie diese Geschichte heute Abend lesen wird 😉

Verkäufer zur Weihnachtszeit möchte ich übrigens nicht sein, die Schlangen waren soooo lang – beim Elektroladen in Münster ( Pluto ?) waren die Schlangen so lang, dass wir uns dazu entschlossen haben nichts zu kaufen, die Gesichter der Kunden so entnervt und auch die Gesichter der Verkäufer zogen sich dementsprechend in die Länge, man konnte am Gesicht der Kunden die Wartezeit ablesen.

Auffällig ist / war übrigens die Dominanz der Holländer, der größte Teil des Hindenburg Parkplatzes war gefüllt mit Niederländischen Reisebussen, die erkennt man an den gelben Nummernschildern und an den lustigen „te huur“ Aufklebern, was übrigens nur auf die Mietbarkeit des Busses hinweist, nicht auf eine schnelle Nummer…

Ãœbrigens, wollte ich echt einen Glühwein trinken, doch ich durfte ein Schild lesen, welches ich in dem Wirtschaftswunderland Deutschland in der angeblichen Finanzkrise nicht erwartet hätte: ausverkauft !

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Unfassbar, oder? Da war es gerade mal 16 Uhr und der Stand war komplett ausverkauft! Ich meine die Schlangen in den Läden waren auch lang, die Nachfrage scheinbar bei allen Artikeln sehr hoch, aber Glühwein ausverkauft? Ich meine, wo kommen wir denn da hin? Jetzt will man schon Geld ausgeben und bekommt nichts mehr ;-).

Als ich noch kurzweilig einen Gedanken über Jan Lasse Ole verschwendet ms-klein-04habe, fand ich auch schon das Stadt-Klo , ein öffentliches WC mit Geldautomaten, die Tür öffnet sich wenn man 10 Cent einwirft. Wenn man keine 10 Cent hat, auch kein Problem, die Stadt nimmt auch größere Münzen, aber der Automat wechselt nicht 😉 – die große Abzocke mit dem kleinen Geschäft ?? “ Bei Ãœberzahlung kein Wechselgeld “ , eine neue Art der Abrechnung, ich stelle mir so ein Schild gerade in einem Supermarkt vor! „Bei Ãœberzahlung kein Wechselgeld“ , da kostet der kleine Einkauf am Abend mal schnell 50 Euro ;-). Die neue Idee für den Björn? Der schreibt in seinem Blog nämlich über die lustigen Preisgestaltungen der Großhändler ( Kiste Cola für 7,92 Euro ) , damit ist er immerhin 7 Cent günstiger als die örtlichen Getränke-Dealer, leider lohnt sich dafür nicht der Weg nach Bremen, obwohl bei 1000 Kisten… – Mario Barths Freundin würde sagen : „Schaff ich“ 😉

So, nach den leckeren holländischen Pommes, ging es dann weiter an den Ständen vorbei… an dem einen gab es Christbaumschmuck aus Olivenbaum, bei dem anderen Blechschilder, aber an jedem dritten Stand gab es was zu essen… auf Grund der langen Schlangen an den anderen Glühweinständen habe ich dann dankend verzichtet und bin ohne Glühwein nach Hause gefahren. Vermisst habe ich „I survived X-Mas in MS 2009“ T-Shirts…

Und hier sitze ich nun, schreibe diesen Beitrag und habe festgestellt, dass uns immer noch drei Geschenke fehlen, also geht es morgen noch mal los, Weihnachten – was für ein Spaß.

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