Wie fährt man mit dem Mountainbike (MTB) Treppen runter?

Die Frage habe ich mir bis heute auch gestellt, ist gar nicht sooo schwierig wie es aussieht, man muss nur etwas Mut haben, sich auf das Bike stellen, den Hintern nach hinten schieben und dann laufen lassen: die wichtigste Faustregel dabei: Finger weg von der Vorderradbremse , denn sonst lernt man die Treppenstufen näher kennen als man will.

Also Sattel runter, die Stufen gerade anfahren (schräg fahren ist schwieriger), Ellenbogen nach aussen und langsam auf die Treppe zu rollen, keine Angst – schneller wird es automatisch! Wenn das Vorderrad vorne „abtaucht“ – Arsch nach hinten um die Neigung und das Überschlagrisiko auszugleichen.

Zu schnell? Dann bremsen! Aber nur – und ich wiederhole mich hier gerne – NUR – mit der Hinterradbremse und dort auch nur leicht dosiert.

Ich habe heute meine ersten Treppenstufen hinter mir gebracht, dadurch das Miss Bielefeld ja ein Trek Ex8 hat, durfte ich auch mal die Vorteile von einem Fully erleben, die Stöße sind echt weicher, aber man muss sich auch an die mitfedernde Hinterachse gewöhnen. Mit dem Hardtail ist es zwar etwas härter, aber machbar!

Heute war ich noch recht langsam, denn ich hatte etwas Angst das Vorderrad zu verziehen, apropo verziehen, die Dämpfung vorne sollte man auf „langsam“ einstellen (falls möglich) , denn sonst kann es passieren, dass das Vorderrad anfangen möchte zu springen , da der Schwerpunkt ja relativ weit hinten liegt.

Wenn man dann unten angekommen ist, taucht das Vorderrad ja zuerst auf den normalen Grund, dann den Hintern nach vorne schieben und schon hat man es geschafft – klingt einfach – ist es eigentlich auch, aber man braucht schon etwas Überwindung.

Normalerweise sollte man sowas mit kurzen Treppen üben, aber was solls, wie ein Sprung ins kalte Wasser, bin ich heute die Lämershagener Treppe runter (die erste) … Bilder davon gibt es natürlich auch, quasi der Fotobeweis:

lämershagener-treppe-im-teutoburger-wald-mtb-jens

treppe-im-teutoburger-wald-mtb-jens

Miss Bielefeld steht mir da im übrigen nichts nach, die fährt die Treppen schon so als wenn es das normalste von der Welt wäre… eigentlich sind solche Treppen auch nichts anderes wie eine normale heftige Abfahrt, die Federgabel taucht relativ weit ein, das muss wohl so sein 😉 .

lämershagener-treppe-im-teutoburger-wald-mtb-miss-bielefeld

Die Bilder sind echt mal wieder „schlecht“ , aber die Lichtverhältnisse sind im Wald halt echt nicht die besten und ich habe ehrlich gesagt keine Lust meine Canon EOS 450d im Trinkrucksack rumzuschleppen, zumal die da auch gar nicht reinpassen würde. Wer kennt eine gute kleine kompakte Kamera die in der Lage ist solche Situationen zu fotografieren?

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7 Kommentare zu „Wie fährt man mit dem Mountainbike (MTB) Treppen runter?“

  1. Lutz Balschuweit sagt:

    Ich habe gestern Treppen rauf versucht. Musste leider absteigen bei der 7. oder 8. Stufe – Shit.

    Runter versuche ich erst mal nicht. Mein Metall in der Schulter wird es mir danken 🙄

  2. Marcel sagt:

    Wie gut das mein Sport hauptsächlich darin besteht mit dem Bürostuhl hin- und herzurollen. *hehe*
    So verringert sich für mich das Risiko, dass ich mich bei so einer Aktion auf die Schnauze lege.
    Ich kenne mich, beim auf die Klappe legen hab ich immer Glück. *hehe*

    Grüße aus Melle
    Marcel

  3. Lutz Balschuweit sagt:

    @Marcel
    Auf Schnauze legen kann ich auch super gut…

    02.04.09

    http://balschuweit.de/blog2/2009/04/02/20-und-wichtige-besprechung-beim-power-nordic-walking-zwangspause/

    und hier 24.04.09

    http://balschuweit.de/blog2/2009/04/24/ich-hab-jetzt-mal-so-richtig-die-schnauze-voll/

  4. MTBTier sagt:

    So ganz würde ich Deine Fahrtechnik-Tipps nicht unterschreiben wollen. Man sollte bei Treppen dieser Länge (s. Fotos aus Artikel) die Vorderbremse schon dosiert schleifen lassen.

    Denn trepp-ab beschleuningt das Bike und ist so auf den Stufen zunehmend schwieriger zu kontrollieren. Deshalb mit schleifender Bremse ein Tempo halten, das einem Sicherheit vermittelt.

    Ich selbst bin übrigens kein besonderer Treppenfreund, weil neben der beschränkten Kontrollmöglichkeiten, das Fahrtempo zu stark reduziert und auch sehr unsanfte Schläge in die Knochen gegeben werden. Bin mehr ein Freund von sanften, flowigen Fahrmanövern.
    Deshalb „droppe“ ich gerade Treppen bis zu 5/6 Stufen lieber. Soll heißen: Vorderrad hochziehen, und auf dem Hinterrad runter surfen bzw. nach 2-3 Stufen in der Luft zuerst mit einem leicht belasteten Hinterrad auf den unteren Stufen landen, so dass VR und HR gleichzeitig den Boden nach der Treppe berühren.

    Längere und gekrümmte Treppen im Wald kann man oft sehr elegant und wesentlich spaßiger umfahren. Auf Deinen Fotos sehe ich z.B. links der Treppe (aus Fahrersicht) eine ausgespülte Rinne, die sich regelrecht zum runter brettern anbietet. 🙂

  5. Jens sagt:

    @treppenlift: danke
    @MTBTier: dosiert schleifen lassen ist ja auch was anderes als bremsen 😉 , aber ich gebe dir Recht, die unsanften Schläge tun schon weh…, danke für deine Ergänzungen!

  6. treppenlift sagt:

    super fotos

  7. Marcel sagt:

    @Lutz: Na da bin ich ja mit meinem Haarfaserriss am Sprunggelenk damals noch gut davon gekommen. 😉